Haus Stadt 839

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1382
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  23.01.2017 durch DYN\krabina
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frühere Adressierung

 BezirkStraßeHausnummerJahr vonJahr bis
Haus Stadt 8391Sackgasse2
Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt88917951821
Stadt87517701795
Stadt83918211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Haus Stadt 839; 1, Sackgasse 2.

Dieses Gebäude stand an der Rückseite der Häuser Blutgasse 1 und 3 und war über die kurze, von der Grünangergasse abzweigende und parallel zur Nikolaigasse verlaufende Sackgasse erreichbar. Seitlich grenzte es an die Häuser Domgasse 6 und Nikolaigasse 2. An der Vorderseite war es an das nicht mehr existierende Haus Stadt 840 (Sackgasse 1) angebaut, wodurch seine Front das Ende der Sackgasse bildete und nur deren Breite hatte.

Die erste urkundliche Erwähnung eines Hauses auf diesem Grundstück stammt aus dem Jahr 1382, als es der Kaplan der Stephanszeche um 9 1/2 Pfund Wiener Pfennig kaufte. Nach mehreren Verkäufen wurde es am 10. Mai 1403 zu einer ewigen Messe auf dem Mertenaltar des Stephansdomes gestiftet. Da die Stifterin jedoch verschuldet starb, versuchte der Gläubiger in den Besitz des Hauses zu kommen und verklagte die Stiftung. Der Richter lehnte dies jedoch mit der Begründung ab, dass die Schulden erst nach erfolgter Stiftung aufgenommen worden waren und somit das Haus der Stiftung zustehe. Nachdem das Haus durch die Kapläne nicht instand gehalten wurde und zunehmend verfiel, wurde es 1548 vom Bürgermeister und Rat der Stadt Wien als Lehensherren um 150 Pfund Wiener Pfennig verkauft. Bei einem weiteren Verkauf im selben Jahr wurden 290 Pfund bezahlt! Zwischen 1805 und 1807 gehörte das Gebäude dem kaiserlichen Rat, Professor und Direktor der Akademie der bildenden Künste Johann Baptist von Hagenauer. Seit den 1830er Jahren gehörte es den jeweiligen Besitzern des Hauses Stadt 841 (Grünangergasse 8).

Das Baujahr des letzten hier stehenden Hauses ist nicht bekannt. Es stand auf einer Grundfläche von 177 Quadratmetern und war zwei Stockwerke hoch. Heute befindet an seiner Stelle ein Hof, der auch das ehemalige Nachbarhaus Stadt 840 ersetzt.


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 4, 3. Teil. Wien ²1955 (Manuskript im WStLA), S. 643-645