Hauptmautgebäude

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1684
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  4.06.2017 durch DYN\krabina
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
BezirkStraßeHausnummer
1Dominikanerbastei11
1Postgasse10

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Derzeit wurden noch keine Konskriptionsnummer zu diesem Bauwerk erfasst!
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Hauptmautgebäude (zuletzt 1, Postgasse 10, Dominikanerbastei 11).

1) Nach Vollendung der neuen, gegen den Donauarm vorgerückten Stadtwälle, die zur Zeit Ferdinands III. und Leopolds I. entstanden, wurden auf der Fläche, die früher die alte Ringmauer eingenommen hatte, das Hauptmautgebäude und die Waaghäuser errichtet. 1684 erscheint bereits die „Kayserliche Hauptmauth" auf jenem Platz, den später das Müllersche Gebäude einnahm, und die ihr gegenüberliegenden Kasematten in der Stadtmauer dienten als Warenmagazine.

2) Als 1773 das (1767 begonnene) Hauptmautgebäude am Alten Fleischmarkt anstelle der Schlesischen Burse, des Seelhauses und noch dreier 1767 abgebrochener Häuser vollendet war, verlor das alte Gebäude seine amtliche Bestimmung und ging durch Kauf in Privathände über.

3) Das neue Hauptmautgebäude entstand anstelle des städtischen Getreidekastens, der nach dem Umbau den Namen „kleine Hauptmaut" erhielt und später mit dem großen Hauptmautgebäude vereinigt wurde. Dieses war auf seiner Hauptstiege durch Statuen des heiligen Johannes und der heiligen Maria geziert. Die Hauptmaut kam am Ende des Vormärz in die Vorstadt Weißgerber (3, Hintere Zollamtsstraße 4 [Fertigstellung 1844]; Hauptzollamt). Das Hauptmautgebäude wurde zum Amtssitz der Oberpostdirektion umgestaltet, um ein Stockwerk erhöht und an der Außenseite dem angrenzenden Neubau (Barbarastift) angeglichen (Hauptpostgebäude).


siehe: Postgasse 8-12

Literatur

  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 351
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 4, 2. Teil. Wien ²1954 (Manuskript im WStLA), S. 408-435