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Harrach

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Harrach, österreichisches uradeliges Geschlecht, das sich nach Harruck bei Freistadt benennt; die älteste urkundliche Nennung fällt in das Jahr 1195.

Ursprünglich aus Böhmen stammend, machten die Harrach sich im 13. Jahrhundert in Oberösterreich ansässig und wurden später mit Geglitscht in Niederösterreich begütet. Die Harrach erhielten 1550 den erbländisch-österreichischen Freiherrenstand "zu Rohrau", wurden 1552 Reichsfreiherren und 1559 Oberst-Erbland-Stallmeister in Österreich unter der Enns; sie erlangten 1563 das Indigenat in Ungarn, 1577 den böhmischen Herrenstand und 1627 die Reichsgrafenwürde. Erbliche Herrenhausmitgliedschaft (1861).

Ein Vertreter der Familie war Karl von Harrach. Er war Kämmerer vom Kaiser Ferdinand II., Geheimer Rat, Staats- und Konferenzminister. Harrach und seine Frau Maria Elisabeth, Freiin von Schrattenbach, hatten neun Kinder.

Literatur

  • Allgemeine Deutsche Biographie. Hg. von der Historischen Commission bei der königlichen Akademie der Wissenschaften. 56 Bände. Leipzig: Duncker & Humblot 1875-1912, Band 10
  • Biographisches Wörterbuch zur deutschen Geschichte. Begr. von Hellmuth Rössler und Günther Franz, bearb. von Karl Bosl [u.a.]. Band 1: A-H. München: A. Francke 1973
  • Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich. Enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche 1750 bis 1850 im Kaiserstaate und in seinen Kronländern gelebt haben. 60 Bände. Wien: Verlag der typografisch-literarisch-artistischen Anstalt 1856-1891
  • Franz Gall: Österreichische Wappenkunde. Handbuch der Wappenwissenschaft. Wien [u.a.]: Böhlau 1977, S. 273
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 1. Teil. Wien ²1952 (Manuskript im WStLA), S. 151