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Hanswurst

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Hanswurst. Nach den ausländischen komischen Figuren Harlekin und Pickelhering wurde in Wien von Josef Anton Stranitzky um 1610 die Figur des "Wienerischen Hans Wurst", eines derb-lustigen Salzburger Bauern, geschaffen. Er wurde in der Tracht der Lungauer Sau- und Krautschneider gespielt: offene rote Jacke, blauer Brustfleck, weite, aber zu kurze gelbe Hosen, gefältelter weißer Kragen, rote Hosenträger, Ledergürtel mit Metallschließe, grüner Spitzhut, derbe Lederschuhe, das Haar gestrafft und geknotet. Der Hanswurst schlug seine Bude 1721 auf der Freyung auf.

Ihm folgten auf der Wiener Volks- und Vorstadtbühne der Bernardon von Josef Felix Kurz, der Kasperl von Johann Laroche und der Thaddädl von Anton Hasenhut, später der Parapluiemacher Staberl von Adolf Bäuerle. Ferdinand Raimund und Johann Nestroy haben die Figur klassisch umgeprägt.

Siehe: Hanswursthaus, Hanswursttheater, Gottfried Prehauser.


Literatur

  • Margret Dietrich: Hans Wurst lebt noch. [Im Auftr. d. Ersten Österreichischen Spar-Casse Wien]. Salzburg: Verl. Das Bergland Buch 1965
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 1. Teil. Wien ²1952 (Manuskript im WStLA), S. 136
  • Otto Rommel: Die Alt-Wiener Volkskomödie. Ihre Geschichte vom barocken Welt-Theater bis zum Tode Nestroys. Wien: Schroll 1952, S. 153 ff.
  • Richard Maria Werner: Der Wiener Hanswurst. Stranitzkys und seiner Nachfolger ausgewählte Schriften. Wien: Konegen 1883