Hans Rotter

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Personenname Rotter, Hans
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 30.11.1868
Geburtsort Wien
Sterbedatum 18.09.1945
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Politiker, Heimatforscher
Parteizugehörigkeit Christlichsoziale Partei
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  27.08.2014 durch WIEN1\lanm09lin
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FunktionFunktion vonFunktion bis
Mitglied des Wiener Gemeinderates19121925
Präsident des deutsch-österreichischen Gewerbebundes
Vizepräsident des deutsch-österreichischen Gewerbebundes1917
AuszeichnungVerleihungÜbernahme

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Rotter Hans, * 30. November 1868 Wien 2, † 18. September 1945 Wien, Heimatforscher (Zentralfriedhof, Ehrengrab [seit 1989]). Erlernte das Bäckergewerbe und etablierte sich 1901 als selbständiger Meister. Politisch schloss er sich der Christlichsozialen Partei an und erlangte als gewandter Redner unter den Gewerbetreibenden eine führende Position. Er war 1912-1925 Mitglied des Gemeinderats, wurde 1917 Vizepräsident, später Präsident des „Deutsch-österreichischen Gewerbebunds" (für den er auch in dessen Organ „Österreichische Sonntagszeitung" publizistisch arbeitete) und gehörte 1924-1932 dem Bundesrat an. Rotter erwarb sich außerdem auf dem Gebiet der Heimatkunde große Verdienste. 1918 erschien das Werk „Die Josefstadt. Geschichte des 8. Wiener Gemeindebezirks" (Rotter wohnte 8, Kochgasse 13), 1925 folgte „Neubau. Ein Handbuch des 7. Wiener Gemeindebezirks" 1926 (gemeinsam mit Adolf Schmieger) „Das Ghetto in der Wiener Leopoldstadt" und 1929 die Studie „Penzing". Daneben beschäftigte er sich auch mit der Geschichte des Wiener Bäckergewerbes; neben einer Artikelserie in der „Österreichischen Bäckerzeitung" (1929) veröffentlichte er unter anderem „Die Wiener Bäcker von 1400 bis 1814". Nachlass im Wiener Stadt- und Landesarchiv.

Literatur:

  • Das Jahrbuch der Wiener Gesellschaft. Biographische Beiträge zur Wiener Zeitgeschichte. Hg. von Franz Planer. Wien: F. Planer 1929
  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815–1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954-lfd.
  • Elfriede Faber. In: Bezirksmuseum Neubau 17 (1989)
  • Wiener Geschichtsblätter. Wien: Verein für Geschichte der Stadt Wien 1 (1946), Nr. 1, S. 30
  • Wolfgang Mayer: Nachlässe. Wien: Eigenverlag 1988 (Wiener Stadt und Landesarchiv, Reihe A, Serie 3, H. 2), S. 21
  • Wiener Geschichtsblätter. Wien: Verein für Geschichte der Stadt Wien 1 (1946), Nr. 1, S. 26 f.
  • Rathaus-Korrespondenz. Wien: Presse- und Informationsdienst, 16.09.1970