Hans Muhr (Bildhauer)

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Personenname Muhr, Hans
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND 120048280
Geburtsdatum 21.04.1934
Geburtsort Graz
Sterbedatum
Sterbeort
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Bildhauer
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Gedenktage
Letzte Änderung am  28.05.2015 durch WIEN1\lanm09bar
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AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Preis der Akademie für Angewandte Kunst1969
Förderungspreis der Stadt Wien für Volksbildung1970
Förderungspreis des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst für Erwachsenenbildung1972
Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Wirkungsadresse22Auf der Haide1

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Hans Muhr, * 21. April 1934 Graz, Bildhauer, Lehrer.

Biographie

Hans Muhr wurde am 21. April 1934 in Graz geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Lehrer und unterrichtete von 1954 bis 1965 Mathematik, Sporterziehung und Werken. Nach dieser Zeit entschied er sich im zweiten Bildungsweg zu einer künstlerischen Karriere. Von 1965 bis 1969 studierte er an der Akademie für angewandte Kunst Wien bei Prof. Heinz Leinfellner bildhauerische Technik mit keramischem Material. Auf dem Gebiet der Steinbildhauerei war er Autodidakt.

Nach dem Diplom (1969 für keramische Plastik) beschäftigte sich Muhr mit Fragen der Umweltgestaltung, seit 1973 war Hans Muhr als freischaffender Bildhauer tätig und entwarf zahlreiche zeitgemäße Brunnenmodelle. "Eine ästhetisch-archaisch-elementare Symbiose von Wasser und Stein, erwachsen aus der emotionellen Zuneigung zum Lebenselement Wasser, zur Natur, geworden im geistigen Ringen um ein Gesamtkunstwerk", so beschreibt Muhr seine Werke auf seiner Website.

Für die Stadt Wien schuf der "Wasserbildhauer" Hans Muhr den so genannten Wiener Trinkbrunnen (auch: Muhr-Brunnen), der an verschiedenen Standorten in Wien, aber auch als Freundschaftsgeschenk in anderen internationalen Großstädten aufgestellt wurde. Rund 80 seiner Brunnen stehen auf öffentlichen Plätzen in Wien, so in der Siedlung Trabrennvereinsgründe (1974), auf dem Dr.-Adolf-Schärf-Platz beim Donauzentrum (1991), auf dem Nestroyplatz im zweiten und dem Viktor-Adler-Platz im zehnten Bezirk oder auf dem Migazziplatz in Meidling (1992). Seit 1990 errichtete Muhr auch eine Reihe von Trinkbrunnen in der Inneren Stadt (in der Kärntnerstraße, beim Bundeskanzleramt, am Hohen Markt). Im Rahmen der Begrünung des Arkadenhofs im Rathaus wurden ein Brunnen und mehrere Skulpturen Hans Muhrs dort aufgestellt. 1987 schuf er das "Europawege-Denkmal" auf der Donauinsel. 1974 reichte Muhr sein erstes Patent ein, eine Selbstreinigungsanlage für Wasserskulpturen. 2009 gestaltete er den Grabstein für das Ehrengrab des 2008 verstorbenen Wiener Altbürgermeisters Helmut Zilk. Mit Zilk verband ihn eine enge Freundschaft.

Im selben Jahr wurde das Wasserfriedenstor "Europäische Union" im kroatischen Opatija (Abbazia) eröffnet, welches aus Originalsteinen der 27 EU-Staaten besteht und auf den Beitritt Kroatiens verweist.

Hans Muhr ist Mitglied der Künstlergruppe "Der Kreis".

Literatur

  • Rathauskorrespondenz, 16.08.1997, 31.03.1998, 21.09.1998, 20.03.2001, 31.03.2005, 24.06.2009

Links