Haagengesellschaft

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Art der Organisation Verein
Datum von 1876
Datum bis
Benannt nach Joseph Haagen
Prominente Personen
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  27.09.2017 durch DYN\krabina
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BezirkStraßeHausnummer
6Gumpendorfer Straße9
6Gumpendorfer Straße11-13

frühere Adressierung

Es wurden noch keine früheren Adressen zu dieser Organisation erfasst!

Es wurden noch keine Bezeichnungen zu dieser Organisation erfasst!
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Haagengesellschaft, eine 1876 (laut Robert Waissenberger) oder danach entstandene Künstlervereinigung, in der sich (als Vorstufe zur Gründung des Hagenbunds und der Secession) eine größere Zahl von Malern und anderen bildenden Künstlern sowie Kunstfreunden (!) zusammenschloß (die meist genannte Zahl von 60 dürfte zu hoch gegriffen sein).

Eine offizielle Konstituierung fand offensichtlich nicht statt. Man traf sich in verschiedenen Gasthäusern, darunter (ab 1881)auch in jenem des kunstsinnigen Gastwirts Joseph Haagen ("Zum blauen Freihaus"; 6, Gumpendorfer Straße 9), von dem die Vereinigung möglicherweise ihren Namen ableitete. Andere Lokale, die erwähnt werden, sind das Hotel Zillinger (Wieden), das von Adolf Kratochwilla geführte Café Sperl (6, Gumpendorfer Straße 11-13) sowie angeblich auch das Gasthaus 2 Zum goldenen Kegel" (Magdalenenstraße 28 [6, Linke Wienzeile 32]).

Aus Teilen der Haagengesellschaft und dem sogenannten Siebener-Club ("C 7"), dem Josef Maria Olbrich, Josef Hoffmann, Friedrich Pilz, Kolo Moser, Max Kurzweil, Leo Kainradl und Adolf Karpellus angehörten, bildete sich 1896/1897 die Secession. Diese Gruppe übersiedelte ins Gasthaus "Zur weißen Rose" (bei der Paulanerkirche). Aus dem nach der Abspaltung der Secessionisten verbliebenen Rest der Haagengesellschaft entstand der Hagenbund (im Dezember 1899 erstmals als "Künstlerbund Hagen" bezeichnet).

Literatur

  • Das Wiener Heimatbuch – Mariahilf. Hg. von der Arbeitsgemeinschaft des Mariahilfer Heimatmuseums. Wien: Austria Press 1963, S. 228 f.
  • Mariahilf einst und jetzt. Hg. von Ernest Blaschek. Wien [u.a.]: Gerlach & Wiedling 1926, S. 282