Höhenstraße

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Höhenstraße (1949)
Art des Objekts Verkehrsfläche
Jahr von 1935
Jahr bis
Name seit 16.10.1935
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Bezirk 17, 18, 19, ,
Lage Verbindet den Kahlenberg mit dem Leopoldsberg
Verkehr
Prominente Bewohner
Besondere Bauwerke
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  12.09.2017 durch WIEN1\lanm08mic
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Bildname Höhenstraße.jpg
Bildunterschrift  Höhenstraße (1949)
Bildquelle WStLA, Fotos des Presse- und Informationsdienstes, FC1: 49277/3
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Höhenstraße (17, 18, 19). Der Bau dieser Aussichtsstraße wurde bereits im Zuge der Schaffung des Wald- und Wiesengürtels (1905) geplant, jedoch erst Jahrzehnte später realisiert. Sie verbindet die Höhen des Kahlengebirges mit Grinzing und Neustift am Walde. Der Bau der Höhenstraße wurde im Rahmen eines Programms zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Wien von der Wiener Bürgerschaft am 17. Mai 1934 beschlossen. Da durch die Einstellung des Sozialen Wohnhausbaus große Baukapazitäten freigeworden waren, konzentrierte man sich auf den Bau von Straßen und Brücken (beispielsweise Reichsbrücke). Bereits am 18. Mai wurde mit dem Bau begonnen (erster Spatenstich durch Bundeskanzler Dollfuß). Der Plan sah ursprünglich eine Umfahrung Grinzings vor, doch wurde schließlich den Protesten der Heurigenwirte nachgegeben und der Verkehr über den Ortskern von Grinzing geleitet.

Der erste Bauabschnitt (vom Cobenzl über den Kahlen- zum Leopoldsberg) wurde am 16. Oktober 1935 eröffnet; dieser Streckenabschnitt mündet in der Nähe des Volksrestaurants Krapfenwaldl in die Krapfenwaldgasse ein. Zum Kahlenberg verläuft die Straße zum Teil auf der Trasse der einstigen Kahlenberg-Zahnradbahn.

Der zweite Bauabschnitt der Straße beginnt nächst der Meierei Cobenzl an der Cobenzlgasse, überschreitet den Sattel zwischen Latisberg und Pfaffenberg, verläuft an den Hängen des Latisbergs zur Rohrerwiese, führt dann auf den Dreimarkstein ("Häuserl am Roan") und erreicht ihren Endpunkt auf dem Sattel, auf dem die von Salmannsdorf kommende Hameaustraße mit dem Sommerhaidenweg und der Artariastraße zusammentrifft (letztere führt nach Neuwaldegg weiter). 1937 wurde die Anschlussstrecke zum Leopoldsberg, 1938 die Abzweigung nach Klosterneuburg fertiggestellt. Im selben Jahr gab man den Abschnitt Cobenzl-Artariastraße für den Verkehr frei. Neben der Straße wurden Fußwege angelegt. Am 11.Juni 1939 wurde ein national ausgeschriebenes "Höhenstraßenrennen" für Motorräder, Sport- und Rennwagen abgehalten. Am 15. Dezember 1940 erfolgte die Eröffnung der Klosterneuburger Strecke. Verlängerung durch Einbeziehung eines Teils der Artariastraße beziehungsweise Verkürzung durch Einbeziehung eines Teils der Höhenstraße in den Sommerhaidenweg (7. Februar 1962 Gemeinderatsausschuss für Kultur).

Mit einer Länge von 15 Kilometern ist die Höhenstraße die längste Verkehrsfläche Wiens.

Gebäude

Literatur

  • Amtsblatt der Stadt Wien. Wien: Stadt Wien - Presse- und Informationsdienst 7/1936, S. 1
  • Die Wiener Höhenstrasse. Zur Eröffnung des Bauteiles 1, 16. Oktober 1935. Wien: Wr. Stadtbauamt 1935
  • Ferdinand Lettmayer [Hg.]: Wien um die Mitte des XX. Jahrhunderts - ein Querschnitt durch Landschaft, Geschichte, soziale und technische Einrichtungen, wirtschaftliche und politische Stellung und durch das kulturelle Leben. Wien: Verl. für Jugend und Volk 1958, S. 168 f.
  • Godehard Schwarz: Grinzing. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1982 (Wiener Bezirkskulturführer, 28), S. 20 f.
  • Herbert Biedermann: Wie zornbissige Ungetüme heulen die Motore. In: Döblinger Museumsblätter 68/69 (1982), S. 11 ff.
  • Österreichische Akademie der Wissenschaften: Almanach für den Ball der Stadt Wien. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1936, S. 74 ff.
  • Robert Kraus: Die neue Wiener Höhenstraße. Wien: Ueberreuter 1936
  • Schlußstück der Höhenstraße vollendet. In: Völkischer Beobachter. Wiener Ausgabe, 13.12.1940, S. 7
  • Hatzerl auf der Höhenstraße - Die Presse (18. 05. 2016)