Barbarakirche

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1., Postgasse 8-10: griechisch- katholische Kirche Sankt Barbara, um 1940
Art des Bauwerks Sakralbau
Jahr von 1573
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Barbara
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  20.01.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Postgasse8_c.jpg
Bildunterschrift  1., Postgasse 8-10: griechisch- katholische Kirche Sankt Barbara, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtPostgasse10

frühere Adressierung

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Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Barbarakirche (1, Postgasse 10; griechisch-unierte Kirche, griechisch-katholische Zentralpfarre; heilige Barbara). Die älteste urkundliche Erwähnung fällt in das Jahr 1573 (Jesuitenkonvikt mit Barbarakapelle hinter dem Kollegium). Die Verehrung der heiligen Barbara wurde von Stanislaus Kostka angeregt (1566, nach Heilung von schwerer Krankheit). Der heutig Baubestand geht auf ein 1652-1654 errichtetes Konviktsgebäude der Jesuiten zurück. Nach der Aufhebung des Jesuitenordens (24. Juli 1773) und der Schließung des Konvikts wurde die Kirche durch Maria Theresia am 7. Oktober 1775 der griechisch-unierten Gemeinde zum Gottesdienst überlassen. Ursprünglich stand die Kirche mit Turm (und bekrönender Turmzwiebel) frei; die heutige romanisierende Fassade (von Paul Sprenger, 1852) fügt sich fast gänzlich in das Gebäude der Generalpostdirektion (Hauptpostgebäude) ein. Der einschiffige Kirchenraum besitzt ein Tonnengewölbe und ist durch toskanische Wandpfeiler gegliedert; in der Halbkuppel figurale Malereien. Die Kanzel (mit Gemälden), die Ikonostasis, der Taufstein, das Gemälde der heiligen Barbara und die Einrichtung stammen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, das Gemälde des heiligen Nikolaus (von Johann Kastner) aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Seit 1916 werden in der Kirche die Reliquien des Erzbischofs von Polock, des heiligen Josephat Kuncewycz, verwahrt (zuvor in Biala).

Literatur

  • Wolfgang J. Bandion: Steinerne Zeugen des Glaubens. Die Heiligen Stätten der Stadt Wien. Wien: Herold 1989 , S. 79 ff.
  • Felix Czeike: I. Innere Stadt. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1983 (Wiener Bezirkskulturführer, 1), S. 120
  • Rudolf Geyer: Handbuch der Wiener Matriken. Ein Hilfswerk für Matriken-Führer und Familienforscher. Wien: Verlag d. Österr. Inst. für Genealogie, Familienrecht und Wappenkunde [1929], S. 213 f.
  • Gustav Gugitz: Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch. Band 1: Wien. Wien: Hollinek 1955, S. 5
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 36
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 4, 2. Teil. Wien ²1954 (Manuskript im WStLA), S. 408-435
  • Miron Hornykiewitsch, Ein Wiener Wahrzeichen der kirchlichen Union. Zur Jubiläumsfeier des 150jährigen Bestandes der griechisch-katholischen St.-Barbara-Kirche in Wien, in: Reichspost, 22.11.1925
  • Alfred Missong: Heiliges Wien. Ein Führer durch Wiens Kirchen und Kapellen. Wien: Wiener Dom-Verlag ³1970, S. 89 ff.
  • Alfred Schnerich: Wiens Kirchen und Kapellen in kunst- und kulturgeschichtlicher Darstellung. Zürich / Wien: Amalthea 1921 (Amalthea-Bücherei, 24), S. 120 ff.