Griechische (nichtunierte) Kirche

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Fleischmarkt 13 - Griechisch-Orthodoxe Kirche, 1914 - 1917
Art des Bauwerks Sakralbau
Jahr von 1782
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung Zur Heiligen Dreifaltigkeit
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Peter Mollner, Theophil Hansen
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  21.02.2017 durch WIEN1\lanm08mic
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Bildname HMW_197209.jpg
Bildunterschrift  Fleischmarkt 13 - Griechisch-Orthodoxe Kirche, 1914 - 1917
Bildquelle HMW 197209, Foto: A. Stauda
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtFleischmarkt13

frühere Adressierung

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Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Griechische (nichtunierte) Kirche (Gebäude; 1, Fleischmarkt 13). Die Kirche (und Schule) "Zur Heiligen Dreifaltigkeit" wurde 1782-1787 von Peter Mollner erbaut und 1858-1861 durch einen von Theophil Hansen entworfenen, in byzantinischen Formen gehaltenen Vorbau erweitert. Den Auftrag hiezu erteilte der Bankier Simon Georg Freiherr von Sina in seiner Eigenschaft als königlich griechischer Gesandter in Wien.

Persönliche Beziehungen ergaben sich daraus, dass Hansen lange Jahre in Athen tätig gewesen war. Sina (dessen Palais sich 1, Hoher Markt 8, befand; Sinapalais) hatte sich unweit der Kirche 1823-1825 durch Ernest Koch das Haus 1, Fleischmarkt 20-22 erbaut lassen. Die Backsteinfassade der Kirche ist mit jener der Schule verbunden. Der quadratische, obenachtkantige Turm (mit kuppeliger Haube) entstand im Zuge des Neubaus. Ursprünglich durften die nichtkatholischen Kirchen aufgrund des Toleranzpatents Josephs II. keine Straßenportale, Türme und Glocken besitzen. Der einschiffige Innenraum der Kirche hat einen rechteckigen Chor und ein Tonnengewölbe. Die Ikonostasis und die übrige Einrichtung stammen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Für die Wandgemälde in der Vorhalle (um 1860) lieferte Carl Heinrich Rahl die Entwürfe (Ausführung durch Eduard Bitterlich, Christian Griepenkerl und August Eisenmenger). Die Fresken stammen von Ludwig Thiersch.

Im Vestibül befindet sich eine Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs mit der Inschrift "Gedenktafel für die im Kriege 1914-1918 gebliebenen Angehörigen der griech.-orient. Gemeinde zur Hl. Dreifaltigkeit". Darunter befinden sich die Namen von vier Offizieren, zwei Fänrichen und einem einfachen Soldaten.

Stockhammersches Gebäude (Hausgeschichte).

Literatur

  • Felix Czeike: I. Innere Stadt. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1983 (Wiener Bezirkskulturführer, 1), S. 42
  • Felix Czeike: Wien. Kunst und Kultur-Lexikon. Stadtführer und Handbuch. München: Süddeutscher Verlag 1976, S. 67
  • Rudolf Geyer: Handbuch der Wiener Matriken. Ein Hilfswerk für Matriken-Führer und Familienforscher. Wien: Verlag d. Österr. Inst. für Genealogie, Familienrecht und Wappenkunde [1929], S. 296
  • Rolf M. Urrisk-Obertyński: Wien - 2000 Jahre Garnisonsstadt, Band 3 Innere Stadt, Weishaupt-Verlag, Graz 2012, S. 118