Grünangergasse 3-5

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1., Kumpfgasse 4, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1889
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung Zum roten Stern, Zum roten Turm
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner Mert Guldein, Veit Griessenpeck
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  4.06.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Kumpfgasse4.jpg
Bildunterschrift  1., Kumpfgasse 4, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Grünangergasse3-5
1Kumpfgasse4

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt88417701795
Stadt83218211862
Stadt83418211862
Stadt88217951821
Stadt88417951821
Stadt88917701795
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Grünangergasse 3-5 (Konskriptionsnummern 832 und 834), Kumpfgasse 4.

Vorgängerbauten

Haus Stadt 832 / Grünangergasse 3

Hier standen ursprünglich zwei Gebäude:

Haus A

Die erste urkundliche Erwähnung dieses Haus stammt vom 12. Mai 1368. 1449 erwarb Mert Guldein das Haus "samt dem andern Teil", wobei es sich um Haus B handeln könnte. Von ihm kaufte es Hanns Schach von St. Pölten für sich und die ihm nachfolgenden Kapläne der Andreaskapelle bei St. Stephan. Im Grundbuch wird er dabei als Besitzer "eines Teil Haus, das er samt dem andern Teil, das der Stadt grunddienstbar ist, um 450 Pfund Wr.Pf. gekauft hat" vermerkt. Der "andere Teil" muss Haus B sein, das zu dieser Zeit noch mit dem späteren Haus Stadt 834 ein Objekt bildete, jedoch weitaus größer als Haus A war und somit den hohen Kaufpreis rechtfertigte. Da sich die Kapläne nicht um die Grundbucheintragungen kümmerten, fehlen für fast 130 Jahr sämtliche Informationen zu Haus A, Haus B hingegen hatte bald wieder andere Besitzer. Da schließlich auch "die Dienste durch lange Jahre ausgestanden" waren, beendete 1583 der Prälat des Schottenstiftes diesen Zustand, indem er Haus A aufgrund eines Vergleichs dem Eigentümer von Haus B überließ.

Haus B "Zum roten Stern"

Die älteste, zuverlässige Nachricht von diesem Gebäude stammt aus dem Jahr 1548. In dieser Urkunde wird erwähnt, dass das Haus den Namen "Zum rothen Stern" trug und der Hermann Eslarn-Stiftung gehörte, jedoch baufällig war und daher verkauft worden war. Dies ist aber die einzige Nachricht, die von einem Eslarnstift "am grünen Anger" spricht. Spätestens 1456 war es offensichtlich kein Teil der Eslarnstiftung mehr, da es von Hanns Schach gekauft wurde (siehe Haus A). Ab 1583 hatten die beiden Gebäude die jeweils selben Eigentümer.

"Zum roten Turm"

Um die Mitte des 17. Jahrhunderts wurden die beiden Häuser zu einem verbaut, das von der Grünangergasse bis in die Kumpfgasse reichte. Aus einem Grundbucheintrag vom 1. Dezember 1761 geht hervor, dass es zu dieser Zeit den Namen "Zum rothen Turm" trug.

Haus Stadt 834 Grünangergasse 5

Dieses Gebäude war ursprünglich Teil des Hauses Stadt 832, von dem es erst 1575 abgetrennt wurde. Ab 1791 gehörte es wieder den jeweiligen Besitzern dieses Hauses.


Neubau 1889

1889 wurden die beiden alten Gebäude abgetragen und durch das heutige Haus ersetzt. Zum Baujahr des Hauses, das auf einer Grundfläche von 449 Quadratmetern steht, gibt es jedoch mehrere abweichende Angaben (1886, 1893 oder 1895). Mit Kaufverträgen vom 24. und 31. Oktober 1923 wurde es von der "Allgemeinen Unfall- und Schadensversicherungsgesellschaft" erworben. Am 5. November 1944 wurde das Gebäude von einer Bombe getroffen, die zwei Wohnungen vollständig zerstörte und eine dritte schwer beschädigte.


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 4, 3. Teil. Wien ²1955 (Manuskript im WStLA), S. 620-624