Georg Trakl

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Personenname Trakl, Georg
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND 118623575
Geburtsdatum 03.02.1887
Geburtsort Salzburg
Sterbedatum 04.11.1914
Sterbeort Krakau
Begräbnisdatum
Friedhof Friedhof Mühlau bei Innsbruck
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Dichter (expressionistischer Lyriker)
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Traklgasse
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  10.01.2018 durch DYN\rabus
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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Wohnadresse3Klimschgasse10/7
Wohnadresse7Stiftgasse27
Letzte Wohnadresse3Rennweg102

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Georg Trakl, * 3. Februar 1887 Salzburg, † (3.) 4. November 1914 Krakau, Dichter.

Biographie

Georg Trakl wuchs mit fünf Geschwistern in Salzburg auf. 1905 bis 1908 absolvierte er sein pharmazeutisches Praktikum in der Apotheke "Zum weißen Engel" in Salzburg in der Linzer Gasse und arbeitete gegen Ende 1911 in dieser als Rezeptarius.

Seine Militärzeit verbrachte er 1908 bis 1910 in Wien und studierte hier 1910 bis 1912 Pharmazie. 1911/1912 wohnte er im 3. Wiener Gemeindebezirk in der Klimschgasse 10/7, 1913/1914 im 7. Bezirk in der Stiftgasse 27.

Nach einem kurzen Aufenthalt in Salzburg erfuhr der expressionistische Lyriker in Innsbruck Förderung durch den "Brenner"-Herausgeber Ludwig Ficker. Im "Brenner" veröffentlichte Trakl erstmals seine Lyrik, 1913 erschien der Band "Gedichte" im Leipziger Kurt Wolff-Verlag (dessen Lektor Franz Werfel war). Im Dezember 1913 fand in Innsbruck die einzige Lesung Trakls aus seinen Gedichten statt.

Unter schweren Depressionen leidend, meldete er sich freiwillig an die galizische Front. Als er nach der Schlacht von Gródek 90 Schwerverwundete versorgen musste, verschlechterte sich sein seelisch-geistiger Zustand. Georg Trakl starb 1914 an einer Überdosis Kokain im Garnisonsspital Krakau, sein zweiter Gedichtband "Sebastian im Traum" erschien im Frühjahr 1915 postum.

1958 wurde die Traklgasse nach dem Dichter benannt, der unter anderen auch mit Karl Kraus, Adolf Loos und Oskar Kokoschka bekannt war.

Literatur

  • Ria Endres: Wenn einem die Welt entzweibricht. In: Die Zeit, 20.01.1995, S. 52
  • Murray G. Hall / Gerhard Renner: Handbuch der Nachlässe und Sammlungen österreichischer Autoren. Wien [u.a.]: Böhlau 1992 (Literatur in der Geschichte, Geschichte in der Literatur, 23)
  • Peter Ernst: Wiener Literaturgedenkstätten. Hg. von Felix Czeike. Wien: J & V-Edition Wien-Verlag 1990, S. 128 f.
  • Briefmarkenabhandlung der Postdirektion anläßlich des Erscheinens von österreichischen Briefmarken, 25.10.1989
  • Gertrud Pfaundler: Tirol-Lexikon. Ein Nachschlagewerk über Menschen und Orte des Bundeslandes Tirol. Innsbruck: Rauchdruck 1983
  • Walter Pollak [Hg.]: Tausend Jahre Österreich. Eine biographische Chronik. Band 3: Der Parlamentarismus und die modernen Republiken. Wien / München: Jugend & Volk 1974, S. 115 ff.
  • Hans Giebisch / Gustav Gugitz: Bio-Bibliographisches Literaturlexikon Österreichs von den Anfängen bis zur Gegenwart. Wien: Hollinek 1963
  • Rathaus-Korrespondenz. Wien: Presse- und Informationsdienst, 04.11.1964

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