Galerie Miethke

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Art der Organisation Firma
Datum von 1861
Datum bis
Benannt nach Hugo Othmar Miethke
Prominente Personen C. J. Wawra
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  27.09.2017 durch DYN\krabina
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BezirkStraßeHausnummer
1Dorotheergasse11

frühere Adressierung

BezirkStraßeHausnummerDatum vonDatum bis
1Plankengasse61861
1Neuer Markt131896
Es wurden noch keine Bezeichnungen zu dieser Organisation erfasst!
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Galerie Miethke (1, Dorotheergasse 11), gegründet 1861 vom Kunsthändler Hugo Othmar Miethke ( † 11. Jänner 1918) und von C. J. Wawra.

Die Galerie Miethke entwickelte sich nach ihrem Umzug von Plankengasse 6 beziehungsweise Neuer Markt 13 ins Palais Nákó (früher Eskeles; 1, Dorotheergasse 11, 1896) zu einer der bedeutendsten Kunsthandlungen Österreich-Ungarns, die sich allen Arten der bildenden Kunst widmete (Eröffnung des großangelegten Kunsthauses am 29. Mai 1896).

Hier veranstaltete die Galerie Miethke, die hier ihren Sitz hatte, 1904-1914 Verkaufsausstellungen mit hochrangigen Angeboten französischer Maler (unter anderem van Gogh, Manet, Monet, Gauguin, Cézanne), aber auch von Picasso und zeitgenössischen österreichischen Künstlern. Neben den Ausstellungen veranstaltete die Galerie Miethke auch bedeutende Auktionen, so jene der Verlassenschaften von Hans Makart, Emil Jakob Schindler, Viktor Tilgner, August von Pettenkofen, Charlotte Wolter, Rudolf von Alt und anderen. Eine der wichtigsten Aufgaben der Galerie Miethke war die Förderung moderner Wiener Kunst, so in den 70er und 80er Jahren des 19. Jahrhunderts jener um Hans Makart, ab den 90er Jahren der Gruppe um Gustav Klimt. Neben dem Kunsthandel führte die Galerie auch einen Kunstverlag.

Zum zehnjährigen Bestandsjubiläum zeigte das Jüdische Museum, das sich seit 1993 hier befindet, eine Ausstellung über das Wirken der Galerie Miethke, der avantgardistischsten und bedeutendsten Kunsthandlung der k. k. Monarchie, die sich nicht scheute, auch solche Kunstwerke zu zeigen und mit ihnen zu handeln, die andernorts als anstößig oder als geistige Verirrung galten; so präsentierte Miethke die erste Einzelausstellung von Egon Schiele und die erste Überblicksausstellung der Wiener Werkstätte. Zum Festakt 2003 kam der ehemalige Bürgermeister von Jerusalem und Ehrenbürger der Stadt Wien, Teddy Kollek, mit seiner Familie nach Wien; die Tochter Kolleks, die expressionistische Malerin Osnat Kollek-Sachs, präsentierte bei dieser Gelegenheit im Jüdischen Museum eine Ausstellung, in deren Werken sie Momente des Lebens ihrer Eltern festgehalten hat.

Literatur

  • Kurier, 19.11.2003, S. 30