Fugger

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Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Fugger, Augsburger Familie und Handelshaus. Die Fugger besaßen zur Zeit Jakob Fuggers „des Reichen" (1459-1525) und seines Neffen Anton Fugger (1493-1560) das größte Bank-, Großhandels- und Bergbauunternehmen Europas; mit Krediten der Firma wurde die Kaiserwahl Karls V. 1519 finanziert. Die 1497 errichtete Wiener Agentur gewann nach der weitgehenden Aufhebung des Wiener Stapelrechts (1515) für die Geschäftsverbindungen mit Ungarn an Bedeutung; ihr Büro befand sich 1548 (nach dem Zeugnis von Wolfgang Schmeltzl) im Kölner Hof am Lugeck (1). Zu den Leitern beziehungsweise Mitarbeitern dieser Agentur zählten die Wiener Ratsbürger Hieronymus Kisling († 1512) und dessen Sohn Stefan Kisling der Jüngere († um 1536/1537) sowie die gebürtige Nürnberger Ulrich Zemesser († 1532) und Laurenz Fleischer († 1541; Grabmal am Stephansdom erhalten). Enge Geschäftsverbindungen mit den Fuggern unterhielt unter anderem der Wiener Ratsbürger Friedrich von Pieschen alias Piesch (1514 Bürgermeister, 1522 nach dem Wiener Neustädter Blutgericht enthauptet).

Literatur

  • Biographisches Wörterbuch zur deutschen Geschichte. Begründet von Hellmuth Rössler und Günther Franz, bearbeitet von Karl Bosl [u.a.]. München: A. Francke 1973-1975
  • Götz von Pölnitz: Die Fugger. Frankfurt am Main: Scheffler 1960
  • Anton Stauber: Das Haus Fugger von seinen Anfängen bis zur Gegenwart. Augsburg: Lampart 1900
  • Richard Perger: Die Wiener Bürgermeister Lienhard Lackner, Friedrich von Pieschen, Dr. Martin Siebenbürger und andere Mitglieder der „Wiener Handelsgesellschaft". In: Richard Perger / Walter Hetzer: Wiener Bürgermeister der frühen Neuzeit. Wien: Verein für Geschichte der Stadt Wien 1981 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 9), S. 388