Friedrich Heinrich Füger

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Personenname Füger, Friedrich Heinrich
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 08.12.1751
Geburtsort Heilbronn
Sterbedatum 05.11.1818
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Matzleinsdorfer Katholischer Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Historienmaler
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Fügergasse
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
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FunktionFunktion vonFunktion bis
Direktor der kaiserlichen Galerie18061818

Es wurden noch keine Auszeichnungen zu dieser Person erfasst!

Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
SterbeadresseLandstraße 485; Belvedere

Es wurde noch keine Familie zu dieser Person erfasst! Es wurden noch keine Beziehungen zu dieser Person erfasst!

Friedrich Heinrich Füger, * 8. Dezember 1751 Heilbronn, † 5. November 1818 Landstraße 485 (Belvedere; Matzleinsdorfer Katholischer Friedhof), Historienmaler, Gattin (10. Oktober 1791 Wien) Anna Josefa Hortensia Müller (* 31. März 1766, † 20. Dezember 1807), Schauspielerin. Kam nach Studium in Stuttgart, Leipzig, Halle und Dresden 1774 nach Wien, wo er in Bildhauer W. Beyer und Johann Melchior Birkenstock einflußreiche Gönner fand und die kaiserliche Familie porträtierte. 1776 ging Füger als Pensionär nach Rom und 1781 nach Neapel (Förderung durch den österreichischen Gesandten Graf Lamberg). Nach seiner Rückkehr wurde er 1783 zum Vizedirektor der Malerklasse der Wiener Akademie ernannt, war 1795-1806 wirklicher Direktor der Akademie (die unter ihm eine Blütezeit erlebte) und 1806-1818 Direktor der kaiserlichen Galerie und Schloßhauptmann im Belvedere (in seine Amtszeit fallen die Bergung der Gemälde 1809 sowie die nicht immer erfolgreichen Bemühungen, die von den Franzosen weggeführten Kunstwerke zurückzuerhalten). Der Hauptteil seiner Arbeiten befindet sich in der Galerie der Akademie der bildenden Künste und im Kunsthistorischen Museum (hier vor allem Spätwerke), doch wanderte vieles auch in den Besitz der österreichischen Aristokratie (Liechtenstein, Harrach, Czernin, Kaunitz und andere). Er schuf bekannte Historienbilder (wie etwa „Der Tod des Germanicus", „Hectors Abschied", „Friedensallegorie auf Franz I."), geriet aber mit seiner in der Vergangenheit wurzelnden klassizistischen Kunst in wachsenden Gegensatz zu jüngeren Künstlern. Zu dem im linken Eingangsflügel der Karlskirche befindlichen Grabmal Collins wurde das Bildnismedaillon nach Entwürfen Fügers von Johann Sauthner geschaffen (1812). Füger besaß das Haus Argentinierstraße 29 (später im Besitz von Adolf Bäuerle, 1867 Demolierung und Erbauung des Palais Erzherzog Leopold Salvator), war Ehrenmitglied der Akademien in München und Mailand sowie Ritter des königlichen Ordens der Württembergischen Krone. Fügergasse.

Literatur

  • Walter Kleindel: Das große Buch der Österreicher. 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild, Namen, Daten, Fakten. Unter Mitarbeit von Hans Veigl. Wien: Kremayr & Scheriau 1987
  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815–1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954-lfd.
  • Ulrich Thieme / Felix Becker [Hg.]: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bände. Leipzig: Engelmann 1907-1950
  • Alfred Stix: Heinrich Friedrich Füger. Wien [u.a.]: Manz 1925
  • Anna Maria Schwarzenberg: Studien zu Friedrich Heinrich Füger. Seine Bedeutung als Zeichner. Dissertation Universität Wien. Wien 1974
  • Nora Keil: Die Miniaturen der Albertina in Wien. Wien: Schroll 1977, Register
  • Gerbert Frodl: Wiener Malerei der Biedermeierzeit. Rosenheim: A. Förg 1987 (Rosenheimer Raritäten), Register
  • Walter Wagner: Geschichte der Akademie der bildenden Künste in Wien. Wien: Rosenbaum 1967 (Veröffentlichungen der Akademie der Bildenden Künste in Wien, Neue Folge 1), Register
  • Geschichte der bildenden Kunst in Wien. Band 2: Geschichte der Malerei in Wien. Wien [u.a.]: Selbstverlag des Vereines für Geschichte der Stadt Wien 1955 (Geschichte der Stadt Wien / Neue Reihe, 7/2), Register
  • Paul Kortz: Wien am Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung. Hg. vom Oesterreichischen Ingenieur und Architekten-Verein. Band 2. Wien: Gerlach & Wiedling 1906, S. 40
  • Heinz Schöny: Wiener Künstler-Ahnen. Genealogische Daten und Ahnenlisten. Wiener Maler. Band 1: Mittelalter bis Romantik. Wien: Selbstverlag der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft "Adler" 1970, S. 101 ff.
  • Justus Schmidt / Hans Tietze: Dehio Wien. Wien: A. Schroll 1954 (Bundesdenkmalamt: Die Kunstdenkmäler Österreichs), S. 117
  • Das Wiener Heimatbuch – Mariahilf. Hg. von der Arbeitsgemeinschaft des Mariahilfer Heimatmuseums. Wien: Austria Press 1963, S. 109
  • Währing. Ein Heimatbuch des 18. Wiener Gemeindebezirks. Wien: Selbstverlag Währinger Heimatkunde 1923-1925, S. 566
  • Österreich zur Zeit Kaiser Josephs II. Mitregent Kaiserin Maria Theresias, Kaiser und Landesfürst. Katalog zur Niederösterreichischen Landesausstellung, Stift Melk, 29. März - 2. November 1980]. Wien: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung 1980 (Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums, Neue Folge 95), S. 555 f.
  • Joseph Haydn in seiner Zeit. Ausstellung Eisenstadt, 20. Mai - 26. Oktober 1982, veranstaltet von der Kulturabteilung des Amtes der Burgenländischen Landesregierung. Eisenstadt: Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abt. XII/1, Allg. Kulturangelegenheiten 1982, S. 434
  • Peter Csendes [Hg.]: Österreich 1790-1848. Kriege gegen Frankreich, Wiener Kongreß, Ära Metternich, Zeit des Biedermeier, Revolution von 1848. Das Tagebuch einer Epoche. Wien: Brandstätter 1987, S. 145