Friedrich Ferdinand von Beust

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Friedrich Ferdinand von Beust
Personenname Beust, Friedrich Ferdinand von
Abweichende Namensform
Titel Freiherr, Graf, Dr. iur., Wirklicher Geheimer Rat
Geschlecht männlich
GND 118510444
Geburtsdatum 13.01.1809
Geburtsort Dresden
Sterbedatum 24.10.1886
Sterbeort Schloss Altenberg bei Greifenstern, Niederösterreich
Begräbnisdatum 27.10.1886
Friedhof Matzleinsdorfer Evangelischer Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Staatsmann, Diplomat
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  27.10.2017 durch WIEN1\lanm09bum
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Bildname Friedrichferdinandvonbeust.jpg
Bildunterschrift  Friedrich Ferdinand von Beust
Bildquelle Wienbibliothek im Rathaus, Handschriftensammlung, H.I.N.-229028
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
FunktionFunktion vonFunktion bis
Botschafter in London18711878
Botschafter in Paris18781882
Abgeordneter zum Reichsrat18671877
Ministerpräsident von Sachsen18581866
Mitglied des Herrenhauses des Reichsrates18771886
Minister für Äußeres30 Oktober 18666 November 1871
Ministerpräsident18678 November 1871
AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Großkreuz des St. Stephans-Ordens
Großkreuz des Leopold-Ordens

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Friedrich Ferdinand Freiherr von Beust (5. Dezember 1868 Graf), * 13. Jänner 1809 Dresden, † 24. Oktober 1886 Schloß Altenberg bei Greifenstein (Niederösterreich; Matzleinsdorfer Evangelischer Friedhof); sächsischer beziehungsweise österreich-ungarischer Staatsmann. War als sächsischer Außenminister (24. Februar 1849 bis 16. August 1866, ab 1858 auch Ministerpräsident) entschiedenster Gegner der deutschen Politik Preußens. Nach der Schlacht bei Königgrätz, in der Sachsen und Österreich den Preußen unterlagen, emigrierte Beust nach Österreich, wo ihn Franz Joseph zum Außenminister machte (30. Oktober 1866 bis 6. November 1871, ab 1867 auch Ministerpräsident, ab 1868 mit dem Titel Reichskanzler). Beust schloß den österreichisch-ungarischen Ausgleich (1867) und kündigte das Konkordat (1870). Im Gegensatz zu seinem Rivalen, dem ungarischen Ministerpräsident Julius Graf Andrássy, lehnte Beust eine Allianz mit Preußen ab, weil er sie als eine Behinderung der politischen Bewegungsfreiheit der Monarchie betrachtete. Es gelang ihm jedoch nicht, einen Dreibund mit Frankreich und Italien zu realisieren (1870/1871). 1867-1877 war Beust Reichsratsabgeordneter, 1877-1886 Mitglied des Herrenhauses, 1871-1878 Botschafter in London und 1878-1882 in Paris. Ehrenbürger der Stadt Wien (21. Dezember 1867).

Literatur

  • Allgemeine Deutsche Biographie. Hg. von der Historischen Commission bei der königlichen Akademie der Wissenschaften. 56 Bände. Leipzig: Duncker & Humblot 1875-1912
  • Matthias Bernath [Hg.]: Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. 4 Bände. München: Oldenbourg 1974-1981
  • Heribert Sturm: Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder. München: Oldenbourg 1974 - lfd.
  • Biographisches Wörterbuch zur deutschen Geschichte. Begründet von Hellmuth Rössler und Günther Franz, bearbeitet von Karl Bosl [u.a.]. Band 1: A-H. München: A. Francke 1973
  • Neue deutsche Biographie. Hg. von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Band 2. Berlin: Duncker & Humblot 1955
  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815–1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954-lfd.
  • Kaiser Franz Joseph von Oesterreich oder Der Verfall eines Prinzips. Hermesvilla, Lainzer Tiergarten, 28. März 1980 bis 15. März 1981. Wien: Eigenverlag der Museen der Stadt Wien [1980] (Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien, 64), S. 20
  • Ferdinand Friedrich von Beust: Aus drei Vierteljahrhunderten. Erinnerungen und Aufzeichnungen. 2 Bände. Stuttgart: Cotta 1887