Friedrich August von Stache

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Friedrich August von Stache (1814-1895)
Personenname Stache, Friedrich August von
Abweichende Namensform Stache, Fritz August Ritter von
Titel Ritter, Oberbaurat
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 30.06.1814
Geburtsort Wien
Sterbedatum 17.06.1895
Sterbeort Graz
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Architekt, Kunstgewerbler, Stadtplaner
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  3.09.2015 durch WIEN1\lanm09mur
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Bildname Friedrich August von Stache.jpg
Bildunterschrift  Friedrich August von Stache (1814-1895)
Bildquelle Wienbibliothek im Rathaus, d 55052: Künstler-Album, hrsg. von Adolf Eckstein. Wien: 1882 - 1890 . Bd.: 2, 1890 . o.S.
Bildrechte
FunktionFunktion vonFunktion bis
Mitglied des Österreichischen Ingenieur- und Architektenvereines1860
Mitglied der internationalen Jury für Kunstgewerbe1867
Praktikant im k.k. Hofbauamt18361842
Architekt im Dienst des Fürsten Kinsky18461847
Technischer Konsulent der Riunione Adriatica di Sicurta1875
Mitglied der Stadterweiterungskommission18591868
AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Rosenbaum-Preis1838
Große Goldene Medaille 'litteris et artibus"1846
Gundelpreis der Akademie der Bildenden Künste in Wien1834
Preußische Medaille für Wissenschaft und Kunst1846
Preis der Künstlergesellschaft1835
Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens1862
Goldene Füger-Medaille1836
Orden der Eisernen Krone III. Klasse1868
Hagenmüller-Preis1837

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Es wurde noch keine Familie zu dieser Person erfasst! Es wurden noch keine Beziehungen zu dieser Person erfasst!

Friedrich (Fritz) August Ritter von Stache * 30. Juli 1814 Wien, † 17. Juni 1895 Graz, Architekt.

Gehörte dem Albrecht-Dürer-Verein an, vertrat diesen als Vorstand bei den Verhandlungen mit dem Verein „Eintracht", die den Zusammenschluss zur Genossenschaft betrieb, und war 1862/1863 Präsident des Künstlerhauses (1868 Ehrenmitglied; Stache vertrat mit anderen den Bau eines eigenen Gebäudes (Künstlerhaus) und war der Schöpfer des Finanzierungsplans sowie des Raumkonzepts. Zu seinen ersten bekannten Werken gehörte der Umbau des Seitzerhofs (1838-1840); hier schuf er (anstelle eines als „Durchhaus" benützten Innenhofs) eine sehr frühe Einkaufspassage (einen „Bazar"), deren Kaufläden durch das gestalterische Raffinement und die Auflösung der Einkaufszonen in gläserne Galerien einen Konsumanreiz boten (1843 schuf Ludwig Förster eine ähnliche Passage im Haus 1, Rotenturmstraße 16, 1855-1860 Heinrich Ferstel die Passage in der Österreichisch-ungarischen Bank; die Vorbilder kamen aus London, Paris und Mailand, doch setzte sich die Ladenpassage [von Ferstels bleibender Lösung abgesehen] in Wien nicht durch). Vor 1848 stellte er die Mosaikkopie von Leonardo da Vincis „Letztem Abendmahl" in der Minoritenkirche auf. 1858 beteiligte er sich an der Ausschreibung für den Stadterweiterungsplan und erhielt einen der drei vergebenen ersten Preise für einen der relativ besten Pläne. 1865 baute er (mit C. Gabriel) die (alte) Großmarkthalle (3, Vordere Zollamtsstraße 17). Stache war mit Heinrich Ferstel verwandt [Ferstels Mutter war Antonia Anna Stache]); dieser arbeitete 1850-1853 im Atelier seines Onkels, entwarf mit diesem das Konkurrenzprojekt für die Breitenfelder Kirche (1852) und führte 1854/1855 mit ihm gemeinsam den Marienaltar für die Barbarakapelle des Stephansdoms aus, 1868 übersiedelte Stache aus Gesundheitsrücksichten nach Graz, Oberbaurat. Stachegasse.

Friedrich Staches Vorschlag zur Erweiterung der Inneren Stadt, 1858. Digitalisat mit vergrößerbarer Ansicht: http://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/zoom/1477214