Friedrich Anton Kaiser

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Personenname Kaiser, Friedrich Anton
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 03.04.1814
Geburtsort Biberach, Württemberg
Sterbedatum 06.11.1874
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Zentralfriedhof
Grabstelle Gruppe 0, Reihe 1, Nummer 74
Ehrengrab ja
Beruf Dichter, Schauspieler
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Friedrich-Kaiser-Gasse
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  30.01.2017 durch DYN\lanm09bub
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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Sterbeadresse6Mariahilfer Straße109

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Friedrich Anton Kaiser, *3. April 1814 Biberach, Württemberg, † 6. November 1874 Wien 6, Mariahilfer Straße 109 (Zentralfriedhof, Ehrengrab Gruppe 0, links vom Haupttor an der Friedhofmauer, Nummer 74; Bronzerelief von Jamnitzer), Volksdichter, Schauspieler. Kam bereits als Kind nach Wien, studierte an der Universität Wien Philosophie und trat 1833 als Praktikant in den k. k. Hofkriegsrat ein. Ab 1838 betätigte er sich hauptberufllich als Dichter und Schauspieler (Vorläufer Ludwig Anzengrubers). Er schrieb über 100 Bühnenwerke für das Theater an der Wien, das Leopoldstädter Theater (Carltheater) und das Theater in der Josefstadt (Direktoren Carl, Pokorny, Nestroy, Treumann, Strampfer), darunter den besonders erfolgreichen „Rastelbinder". Mitbegründer der Künstlergesellschaft „Concordia" (1840), die bis 1848 bestand (Nachfolger in der Ludlamshöhle); ab 1846 Herausgeber der satirischen Zeitschrift „Der Kobold". Kaiser war Freidenker und nahm 1848 im Akademikerkorps aktiv an der Revolution teil. In seinem Bühnenwerk schilderte er das Leben in Wien im 19. Jahrhundert (Begründer des aus dem Lokalstück weiterentwickelten Lebens- und Charakterbilds).


Literatur

  • Ludwig Eisenberg: Das geistige Wien. Künstler- und Schriftsteller-Lexikon, Mittheilungen über Wiener Architekten, Bildhauer, Bühnenkünstler, Graphiker, Journalisten, Maler, Musiker und Schriftsteller. Wien: Daberkow 1889-1892
  • Walter Kleindel: Das große Buch der Österreicher. 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild, Namen, Daten, Fakten. Unter Mitarbeit von Hans Veigl. Wien: Kremayr & Scheriau 1987
  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815 – 1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954 - 1957
  • Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich. Enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche 1750 bis 1850 im Kaiserstaate und in seinen Kronländern gelebt haben. 60 Bände. Wien: Verlag der typografisch-literarisch-artistischen Anstalt 1856-1891. Register 1923 *Otto Rommel (Hg.): Ausgewählte Werke. 1914
  • Franz Hadamowsky (Hg.): Ein Wiener Volksdichter erlebt die Revolution. Memoiren aus dem Nachlaß. 1948
  • W. Pöll: Der Wiener Theaterdichter Friedrich Kaiser. Diss. Univ. Wien. Wien 1947
  • Karl Glossy: Theatergeschichtliche Ausstellung der Stadt Wien 1892. Wien: Verlag der Bibliothek und des historischen Museums der Stadt Wien 1892
  • Hans Markl: Kennst du die berühmten letzten Ruhestätten auf den Wiener Friedhöfen? Band 1: Zentralfriedhof und Krematorium (Urnenhain). Wien: Pechan 1961, S. 18
  • Wiener Zeitung, 21.07,1989