Franz von Neumann

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Franz von Neumann (1844-1905)
Personenname Neumann, Franz
Abweichende Namensform
Titel Ritter, Baurat
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 16.01.1844
Geburtsort Wien
Sterbedatum 01.02.1905
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Gruft Gr. 14B (Zentralfrdh)
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Architekt
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  7.07.2015 durch WIEN1\lanm09mur
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Bildname Franz von Neumann.jpg
Bildunterschrift  Franz von Neumann (1844-1905)
Bildquelle Wienbibliothek im Rathaus, d 55052: Künstler-Album, hrsg. von Adolf Eckstein. Wien: 1882 - 1890 . Bd.: 2, 1890 . o.S.
Bildrechte

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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Sterbeadresse10

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Neumann Franz Ritter von, * 16. Jänner 1844 Wien, † 1. Februar 1905 Wien 10, Südbahnhof (Zentralfrdh., Gruft Gr. 14B), Architekt, Baurat, Sohn des herzöglich-coburgischen Baumeisters Franz Karl Neumann (* 1815), Bruder des Architekten Gustav Ritter von Neumann. Studierte an der Akademie der bildenden Künste bei van der Nüll, Sicard von Sicardsburg und Friedrich Schmidt sowie an der Technischen Hochschule. Anschließend arbeitete er im Atelier Schmidts und beteiligte sich an dessen Konkurrenzeinreichung für das (neue) Rathaus; beim Bau desselben war er bis zur Schlusssteinlegung (1883) beschäftigt (Verleihung des Bürgerrechts anlässlich der Fertigstellung). Nach 1883 war er ausschließlich als selbständiger Architekt tätig. Er baute 1878-1883 Teile der Arkadenhäuser beiderseits des Rathauses (Baublöcke Stadiongasse-Rathausplatz-Lichtenfelsgasse-Bartensteingasse beziehungsweise Felderstraße-Rathausplatz-Grillparzerstraße-Ebendorferstraße), 1884-1886 die Kuffner-Sternwarte, 1896-1901 die Antonius-Pfarrkirche (Antonkirche (10)), 1897 die Häuserl, Lugeck 4 (für das Warenhaus Orendi, ehemaliger Regensburger Hof) und Lugeck 7 (ehemaliger Federlhof), 1897/1898 die Telefonzentrale (9, Berggasse 35, Hahngasse 4) und 1888 die Habsburgwarte; 1903-1905 erweiterte er das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder (2), 1904 begann er den Bau der (nicht mehr von ihm vollendeten) Donaufelder Kirche, außerdem lieferte er die Pläne für das Volksheim Ottakring. Außerhalb Wiens baute er Sommerfrischenvillen; er gilt als „Erfinder der Semmeringvilla".

Literatur

  • Ludwig Eisenberg: Das geistige Wien. Künstler- und Schriftsteller-Lexikon, Mittheilungen über Wiener Architekten, Bildhauer, Bühnenkünstler, Graphiker, Journalisten, Maler, Musiker und Schriftsteller. Wien: Daberkow 1889-1892
  • Hermann Clemens Kosel: Deutsch-österreichisches Künstler- und Schriftsteller-Lexikon. Band 1: Biographien der Wiener Künstler und Schriftsteller. Wien: Verlag der Gesellschaft für Graphische Industrie 1902
  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815–1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954-lfd.
  • Ulrich Thieme / Felix Becker [Hg.]: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bände. Leipzig: Engelmann 1907-1950
  • Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich. Enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche 1750 bis 1850 im Kaiserstaate und in seinen Kronländern gelebt haben. 60 Bände. Wien: Verlag der typografisch-literarisch-artistischen Anstalt 1856-1891
  • Renate Wagner-Rieger [Hg.]: Die Ringstraße. Bild einer Epoche. Die Erweiterung der Inneren Stadt Wien unter Kaiser Franz Joseph. Band 1. Wiesbaden: Steiner 1969, S. 172f.
  • Renate Wagner-Rieger [Hg.]: Die Ringstraße. Bild einer Epoche. Die Erweiterung der Inneren Stadt Wien unter Kaiser Franz Joseph. Band 4. Wiesbaden: Steiner 1972, Register
  • Felix Czeike: Wien. Innere Stadt. Kunst- und Kulturführer. Wien: Jugend und Volk, Edition Wien, Dachs-Verlag 1993, Reg.
  • Renate Wagner-Rieger: Wiens Architektur im 19. Jahrhundert. Wien: Österreichischer Bundesverlag 1970, Register
  • Justus Schmidt / Hans Tietze: Dehio Wien. Wien: A. Schroll 1954 (Bundesdenkmalamt: Die Kunstdenkmäler Österreichs), S. 86, S. 150, S. 191
  • Paul Kortz: Wien am Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung. Hg. vom Oesterreichischen Ingenieur und Architekten-Verein. Band 1. Wien: Gerlach & Wiedling 1905, S. 156
  • Paul Kortz: Wien am Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung. Hg. vom Oesterreichischen Ingenieur und Architekten-Verein. Band 2. Wien: Gerlach & Wiedling 1906, Register
  • Hans Rotter: Die Josefstadt. Geschichte des 8. Wiener Gemeindebezirkes. Wien: Selbstverlag 1918, S. 384
  • Döbling. Eine Heimatkunde des 19. Wiener Bezirkes in drei Bänden. Hg. von Döblinger Lehrern. Wien: Selbstverlag der Arbeitsgemeinschaft "Heimatkunde Döbling" 1922, S. 250
  • Wolfgang Kos [Hg.]: Die Eroberung der Landschaft. Semmering - Rax - Schneeberg. Katalog zur Niederösterreichischen Landesausstellung, Schloß Gloggnitz 1992. Wien: Falter Verlag 1992 (Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums, Neue Folge 295), S. 308 ff.
  • Hans Markl: Kennst du die berühmten letzten Ruhestätten auf den Wiener Friedhöfen? Band 1: Zentralfriedhof und Krematorium (Urnenhain). Wien: Pechan 1961, S. 44