Fanny von Arnstein

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Personenname Arnstein, Fanny von
Abweichende Namensform Arnstein, Franziska, Arnstein, Franziska von
Titel Freifrau
Geschlecht weiblich
GND 118504347
Geburtsdatum 29.11.1758
Geburtsort Berlin
Sterbedatum 08.06.1818
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Salonière
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit  jüdisch
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  23.07.2015 durch WIEN1\lanm09bar
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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Sterbeadresse15Braunhirschen
NameVerwandtschaftsgrad
Ludwig Pereira-ArnsteinEnkel
Bernhard Eskeles der JüngereSchwager
Adam Isak ArnsteinerSchwiegervater
Nathan Adam von ArnsteinGatte
Michael Josef ArnsteinSchwager
Henriette von ArnsteinTochter
Heinrich von Pereira-ArnsteinSchwiegersohn

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Franziska (Fanny) Freifrau von Arnstein, * 29. November 1758 Berlin, † 8. Juni 1818 Landsitz Dreihaus (15, Braunhirschen), Tochter des Berliner Bankiers Daniel Itzig, Gatte (1774) Nathan Adam Arnsteiner (1797 von, 1798 Freiherr), Tochter Henriette, Schwiegersohn [1802] und Adoptivsohn Henry Freiherr von Pereira-Arnstein, Bankier und Großgrundbesitzer.

Franziska Arnstein, von Zeitgenossen wegen ihres Charmes, ihres Geists und ihres Konversationstalents bewundert, vereinigte in ihrem großbürgerlich-liberalen Salon (vor allem auch während des Wiener Kongresses) einen glänzenden Kreis von Gelehrten, Schriftstellern und Künstlern im Mietpalais 1, Hoher Markt 1; auch Diplomaten und ausländische Gesandte suchten ihre Gesellschaft. Ihr Haus bildete einen Mittelpunkt des damaligen Wiener Kultur- und Gesellschaftslebens; die von ihr eingenommene Position war für die damalige Zeit außergewöhnlich. Kritisiert wurde lediglich die propreußische Haltung des Hauses Arnstein. Die Tradition wurde von Fannys Tochter Henriette fortgeführt. Franziska Arnstein betätigte sich auch als Philanthropin und gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Gesellschaft der Musikfreunde, die ihr Bildnis in ihrer Gemäldegalerie bewahrt.


Literatur:

  • Hilde Spiel: Fanny von Arnstein oder die Emanzipation. Frankfurt: Fischer 1962
  • Biographisches Wörterbuch zur deutschen Geschichte. Begründet von Hellmuth Rössler und Günther Franz, bearbeitet von Karl Bosl [u.a.]. Band 1: A-H. München: A. Francke 1973
  • Josef Fraenkel: The Jews of Austria. London: Vallentine 1967, S. 97 f
  • Peter Csendes [Hg.]: Österreich 1790-1848. Kriege gegen Frankreich, Wiener Kongreß, Ära Metternich, Zeit des Biedermeier, Revolution von 1848. Das Tagebuch einer Epoche. Wien: Brandstätter 1987, S. 144
  • Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich. Enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche 1750 bis 1850 im Kaiserstaate und in seinen Kronländern gelebt haben. 60 Bände. Wien: Verlag der typografisch-literarisch-artistischen Anstalt 1856-1891. Register 1923
  • Amtsblatt der Stadt Wien, 05.11.1958

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