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Fürstenbergpalais (1, Himmelpfortgasse)

Aus Wien Geschichte Wiki
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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1724
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Joachim Egon von Fürstenberg
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner Ferenc Rákóczi II.
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  4.06.2017 durch DYN\krabina
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BezirkStraßeHausnummer
1Himmelpfortgasse13

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt100917951821
Stadt97817701795
Stadt17618211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Fürstenbergpalais (1, Himmelpfortgasse 13; Konskriptionsnummer 952).

Im Jahr 1400 wird zum ersten Mal ein Haus auf diesem Grundstück urkundlich erwähnt. Dieses war dem Schottenstift dienstbar und daher auch in dessen Grundbuch verzeichnet. 1625 kauften Paul Freiherr von Rákóczi und seine Frau Anna das Haus, das sie ihrem Sohn Ladislaus vererbten. Als dieser im Krieg gegen die Osmanen fiel, ging es 1677 in den Besitz seiner Tochter Elisabeth Gräfin Erdödy über. Bis 1773 blieb es im Besitz dieser Familie. Als Gast wohnte hier in den 90er Jahren des 17. Jahrhunderts mehrmals Ferenc Fürst Rákóczi II., der 1703-1711 an der Spitze des ungarischen Freiheitskampfs stand (Gedenktafel; enthüllt 9. März 1977).

Das heutige Gebäude wurde vor 1724 von dem namentlich unbekanntem Architekten des nahegelegenen Neupauerschen Hauses (späteres Breunerpalais; Neupauer-Breuner-Palais) erbaut. Während sich bei der Fassade Anklänge an Hildebrandt erkennen lassen, ergeben sich bei dem mit Atlantenhermen geschmückten Portal Parallelen zu Fischer von Erlach. Das Haus besitzt zwei Halb- und drei Hauptgeschosse.

Am 17. April 1773 wurde es von Joachim Egon von Fürstenberg erworben. Im Inneren wurde das Fürstenbergpalais 1825 unter Egon Landgraf von Fürstenberg umgestaltet.


Literatur

  • Felix Czeike: I. Innere Stadt. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1983 (Wiener Bezirkskulturführer, 1), S. 70
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Nebst Quellen- und Literaturhinweisen. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Wien: Jugend & Volk 1947-58 , S. 342
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 5, 1. Teil. Wien ²1955 (Manuskript im WStLA), S. 176 f.