Führichgasse 12

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1884
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Otto Wagner
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  13.07.2017 durch WIEN1\lanm08swa
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BezirkStraßeHausnummer
1Gluckgasse5
1Führichgasse12
1Lobkowitzplatz1

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Derzeit wurden noch keine Konskriptionsnummer zu diesem Bauwerk erfasst!
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Führichgasse 12, Lobkowitzplatz 1, Gluckgasse 5.

Auf diesem Grundstück stand ursprünglich ein Teil des Claraklosters, das bis zur sogenannten Ersten Türkenbelagerung (1529) hier bestand. Danach wurde das Kloster von Erzherog Ferdinand der Stadt überlassen, die im ehemaligen Klostergebäude das Bürgerspital unterbrachte (Bürgerspital (Haupthaus)), das bis 1529 vor dem Kärntnertor beheimatet war (Bürgerspital vor dem Kärntnertor). Als dieses unter Kaiser Joseph II. geschlossen wurde, errichtete man auf dessen Grundfläche das Bürgerspitalzinshaus, das ab 1873 demoliert wurde . Danach wurde dessen Fläche neu parzelliert.

Das heutige Haus Führichgasse 12 entstand 1884 nach Plänen von Otto Wagner auf einer Grundfläche von 1292 Quadratmetern. Eigentümer war die "Wiener Lebens- und Rentenversicherungsanstalt", die aufgrund eines Fusionsvertrages vom 22. Juli 1925 in "Lebens Versicherungs Anstalt 'Phönix'" umbenannt wurde und das Gebäude 1937 an die "Kleinkaufmannschaft Wien, Standesorganisation der nicht protokollierten Kaufleute in Wien" verkaufte. Durch einen Bescheid des Reichskommissärs für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich vom 30. März 1939 wurde das Haus der "Wechselseitigen Versicherungsanstalt Südmark" einverleibt (1948 änderte sich deren Firmenname in "Wechselseitige Versicherungsanstalt in Graz").

Durch den schweren Bombentreffer, der gegen Ende des Zweiten Weltkrieges (12. März 1945) das Nachbarhaus Führichgasse 10 zerstörte, stürzte auch der daran grenzende Teil dieses Gebäudes ein, wodurch vor allem das Stiegenhaus schweren Schaden erlitt.


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 6, 1. Teil. Wien ²1956 (Manuskript im WStLA), S. 94