Färbergasse 3

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1421
Jahr bis
Andere Bezeichnung Zum roten Säbel
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
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BezirkStraßeHausnummer
1Färbergasse3

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt33318211862
Stadt36117951821
Stadt29617701795
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Färbergasse 3 (Konskriptionsnummer 333).

Bis 1421 zählte dieses Haus zur Judenstadt und kam nach der damaligen Judenvertreibung (siehe Geserah) in den Besitz der Stadt, die es 1423 verkaufte. Zwischen diesem und dem gegenüberliegenden Haus Stadt 335 (heute Färbergasse 6 und 8) befand sich eines der Judentore, welche die Judenstadt von der restlichen Stadt trennten. Die Besitzverhältnisse der nächsten Jahre sind unklar, doch dürfte das Haus Gegenstand einer Messstiftung gewesen sein, da es vor 1444 von zwei Priestern, die Messstiftungen vertraten, verkauft wurde. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts lag auf dem Haus erneut eine Stiftung (200 Pfund Wiener Pfennig).

Bei einer Feuersbrunst im Jahr 1509 brannte das Gebäude ab ("verdorben und verprunnen"). Da auch Steuern nicht bezahlt worden waren, wurde die Brandstatt von der Stadt Wien geschätzt und im Jahr 1513 um 80 Pfund Wiener Pfennig verkauft, wobei 10 Pfund Wiener Pfennig an die Stadt Wien gingen und der Rest für die Stiftung angelegt wurde. Nach 1787 musste das Haus durch ein Testament verkauft und der Erlös dem Armeninstitut übergeben werden.

In den Jahren 1802/1803 entstand das heutige Haus.


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 3. Teil. Wien ²1953 (Manuskript im WStLA), S. 498-501