Evangelische Kirche (1, Dorotheergasse 16)

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Art des Bauwerks Sakralbau
Jahr von 1783
Jahr bis
Andere Bezeichnung Kirche der evangelisch-reformierten Gemeinde Helvetisches Bekenntnis
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Gottlieb Nigelli
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  22.01.2017 durch DYN\krabina
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BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtDorotheergasse16
Innere StadtStallburggasse1

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Innere Stadt134817701795
Innere Stadt118017951821
Innere Stadt111418211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Evangelische Kirche (1, Dorotheergasse 16; Konskriptionsnummer 1114; Kirche der evangelisch-reformierten Gemeinde Helvetisches Bekenntnis). Wie die Evangelische Kirche A. B. (1, Dorotheergasse 18) wurde auch diese 1783/1784 durch Hofarchitekt Gottlieb Nigelli auf einem Teil des ehemaligen Königinklosters erbaut (Weihe 1785). 1887 hat Ignaz Sowinsky die Fassade verändert, den Turm errichtet und die Kirche im Inneren umorientiert (Verlegung von Altar und Kanzel).

Vorgeschichte

Der älteste Beleg für einen Bau stammt vom 23. Februar 1397, der damals zusammen mit Nr. 1128 eine Bäckerei war.

Etwa ab 1575 war hier der Wohnsitz von Königin Elisabeth, Tochter des Kaisers Maximilian II. und Witwe des französischen Königs Karl IX. Sie veranlasste die Gründung eines Klosters, dessen Grundsteinlegung der 5. März 1582 war. Die Einweihung fand am 2. Oktober 1583 statt. Der Architekt war zunächst Pietro Ferrabosco; ihm folgte 1589 Jacob Vivian. Joseph II schließt das Kloster per Aufhebungsdekret vom 12. Jänner 1782. Durch das drei Monate ältere Toleranzpatent vom 13. Oktober 1781 konnten die evangelischen Kirchen augsburgerischen und helvetischen Bekenntnisses in die Dorotheergasse einziehen.

Kirche

Im Inneren präsentiert sich die Kirche als zweijochiger Saalraum mit Pendentifkuppeln, Emporen in den seitlichen Nischen und ornamentalen Grisaillen in der Wölbungszone. Altartisch Ende 18. Jahrhundert, klassizistische Kanzel.

Im anschließenden Pfarrhof Teile des ehemaligen Königinklosters.

Ein vollständiger Umbau erfolgte 1893 durch den Architekten Sowinski.

Sonstiges

Gedenktafel für den Superintendenten Karl Wilhelm Hilchenbach (1822).

Literatur

  • Peter Katner (Hg.): Die evangelische Gemeinde Helvetisches Bekenntnis in Wien. In: Peter Karner / Peter Barton [Hg.]: Die Evangelische Gemeinde H.B. in Wien. Jubiläumsfestschrift. Wien: Deuticke 1986 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 16), besonders S. 105 ff.
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 6, 2. Teil. Wien ²1957 (Manuskript im WStLA), S. 305 -311
  • Grete Mecenseffy / Hermann Rassl: Die evangelischen Kirchen Wiens. Wien [u.a.]: Zsolnay 1980 (Wiener Geschichtsbücher, 24), S. 62 ff.