Erzherzog-Albrecht-Denkmal

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Art des Bauwerks Denkmal
Jahr von 1898
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Albrecht von Österreich-Teschen
Einlagezahl
Architekt Carl König
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Erzherzog-Albrecht-Denkmal (1., Augustinerbastei, vor der Albertina)

Erzherzog Albrecht (1817 – 1895) war der älteste Sohn Erzherzog Carls, des Siegers von Aspern 1809, dessen Denkmal auf dem Heldenplatz steht. Albrecht wurde 1843 Feldmarschallleutnant und 1845 Kommandierender General in Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg. Als Stadtkommandant von Wien war er unmittelbar in die Ereignisse des 13. März 1848 eingebunden. Da man ihm vorwarf, er habe Kaiser Ferdinand I. zur militärischen Niederschlagung der Revolution bewogen, bat er um Entbindung von seiner Funktion und übernahm in der Folge das Kommando in Böhmen, Ungarn und Italien. Während des preußisch-österreichischen Krieges von 1866 führte Albrecht die Südarmee und siegte mit dieser in der Schlacht bei Custozza. Nach der Abberufung Benedeks, der im Norden gegen Preußen verlor, übernahm er die Führung der Nordarmee. Albrecht erwarb sich Verdienste um die Reorganisation der Armee, er trat für die Beibehaltung der deutschen Kommandosprache und die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht ein. Von 1869 bis zu seinem Tod am 18. Februar 1895 war Albrecht Generalinspektor des Heeres.

Das Reiterstandbild aus Bronze stammt von Caspar Ritter von Zumbusch und wurde 1898/1899 errichtet. Die feierliche Enthüllung sollte anlässlich des 50-Jahre-Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. am 2. Dezember 1898 erfolgen. Auf Grund der Ermordung von Kaiserin Elisabeth am 10. September 1898 wurde die Enthüllung jedoch auf den 21. Mai 1899, den 90. Jahrestag der Schlacht bei Aspern, in der Albrechts Vater Napoleon die erste Niederlage bereitet hatte, verlegt.

Finanziert wurde das Denkmal durch Spenden aus dem österreichisch-ungarischen Heer, das es „Dem siegreichen Feldherrn und väterlichen Führer in dankbarer Erinnerung“ widmete. Die Architektur des Postaments (ovaler Sockel, dessen Stufen schildtragende Engel und ein Eichenlaubsims zieren) stammte von Carl König. Die Inschriften beziehen sich auf die Leistungen Erzherzog Albrechts, der die heutige Albertina bewohnte.

Literatur

  • Felix Czeike: Wien. Kunst und Kultur-Lexikon. Stadtführer und Handbuch. München: Süddeutscher Verlag 1976, S. 34
  • Felix Czeike: I. Innere Stadt. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1983 (Wiener Bezirkskulturführer, 1), S. 10
  • Rolf M. Urrisk: Wien - 2000 Jahre Garnisonsstadt, Band 3 Innere Stadt, Weishaupt-Verlag, Graz 2012, S. 18