Erich Tschermak-Seysenegg

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Personenname Tschermak-Seysenegg, Erich
Abweichende Namensform
Titel Dr. h.c. mult., o.Prof., Edler von, Hofrat
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 15.11.1871
Geburtsort Wien
Sterbedatum 11.10.1962
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum 17.10.1962
Friedhof Friedhof Döbling
Grabstelle Gruppe MO, Nummer 90
Ehrengrab
Beruf Botaniker, Chemiker, Vererbungsforscher
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  27.01.2017 durch DYN\lanm09bub
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF


FunktionFunktion vonFunktion bis
Leiter des Gregor-Mendel-Instituts
AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Ehrenring der Stadt Wien26 Oktober 195115 November 1951
Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst I. Klasse14 Januar 19585 Februar 1958
Goethe-Medaille 1941
Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
19Hardtgasse29
NameVerwandtschaftsgrad
Maria LohnsteinGattin
Caroline NiebauerGattin
Gustav Tschermak-SeyseneggVater

Es wurden noch keine Beziehungen zu dieser Person erfasst!

Es wurden noch keine Objekte nach dieser Person benannt!

Tschermak-Seysenegg Erich (Edler von), * 15. November 1871 Wien, † 11. Oktober 1962. Wien 19, Hardtgasse 29. Botaniker, Vererbungsforscher, erste Gattin Maria Lohnstein († 1925), zweite Gattin Caroline Niebauer (Tochter des Gerichtsadvokaten Dr. Ernst Ritter von Niebauer), Sohn des Gustav Tschermak-Seysenegg.

Studierte an den Universitäten Wien und Halle an der Saale (Dr. phil. 1896) und habilitierte sich 1900 an der Universität Wien (ao. Prof. 1906). 1909-1941 war Tschermak-Seysenegg ordentlicher Professor für Pflanzenzüchtung an der Hochschule für Bodenkultur, wo er die Grundlagen für die Schaffung eines Institutes für Pflanzenzüchtung schuf, aber auch die Pflanzenzuchtstation in Groß-Enzersdorf, Niederösterreich, begründete.

Er wurde durch die Wiederentdeckung der Vererbungslehre Gregor Mendels bekannt, für die er sich auf seinen Vortragsreisen in den USA einsetzte. (Der Holländer Hugo de Vries, der Deutsche Carl Correns und Tschermak-Seysenegg, die unabhängig voneinander und gleichzeitig zu den gleichen Ergebnissen wie Mendel gelangten, gelten heute als die drei "Wiederentdecker" der Mendelschen Gesetze).

Mitglied verschiedener in- und ausländischer Akademien; zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen (darunter: Über künstliche Kreuzung, 1900; Samenbildung ohne Befruchtung, 1949). Ehrenring der Stadt Wien (1951); Dr. h. c. mult.

Literatur

  • G. Wunderlich: 100. Geburtstag von Erich Tschermak-Seysenegg. In: Briefmarkenabhandlung der Postdirektion anläßlich des Erscheinens von österreichischen Briefmarken (08.11.1971)
  • Österreichische Akademie der Wissenschaften: Almanach. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 112 (1962), S. 412 ff.