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Erich Meder

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Erich Meder mit ca. 40 Jahren
Personenname Meder, Erich
Abweichende Namensform Meder, Erich Johann, Berger, Ernst, Maler, Hans, Edelhofer Karl
Titel
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 28.07.1897
Geburtsort Brünn, Mähren
Sterbedatum 18.09.1966
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Feuerhalle Simmering
Grabstelle Abteilung 7, Ring 3, Gruppe 7, Nr. 111
Ehrengrab
Beruf Liedertexter
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  12.01.2017 durch WIEN1\lanm09was
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Bildname Erich-Meder jung.jpg
Bildunterschrift  Erich Meder mit ca. 40 Jahren
Bildquelle Bundesarchiv
Bildrechte

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NameVerwandtschaftsgrad
Eduard MederVater
NameBeziehung
Wolfgang BacherRechtsnachfolger

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Erich Meder, * 28. Juli 1897 Brünn, Mähren, † 18. September 1966 Wien, Liedertexter.

Biographie

Erich Meder (eigentlich Erich Johann Meder) war der Sohn des Arztes Eduard Meder und dessen Frau Martha, die ebenfalls aus einer Ärztefamilie stammte. 1905 übersiedelte die Familie nach Wien.

Erich Meder schrieb wienerisch-gemütvolle, manchmal sentimentale Texte in Umgangssprache und schuf eine Reihe von Evergreens. Seine ersten Erfolge datieren aus der Mitte der 1930er Jahre. 1936 schrieb er den "Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitän", für den Charles Loubé die Musik schrieb. Wirklich populär wurde er durch die Zusammenarbeit mit dem Komponisten Hans Lang und der Interpretation einiger Lieder der beiden durch Hans Moser auf Schallplatte. Mit Lang schuf er einige bis heute unvergessliche Ohrwürmer wie etwa "Der alte Sünder" aus dem gleichnamigen Film, welches dort von Maria Andergast und Paul Hörbiger gesungen wird, ebenso wie "Stell' dir vor, es geht das Licht aus", 1952 das Duett "Hallo Dienstmann", welches im gleichnamigen Film von Paul Hörbiger und Hans Moser interpretiert wurde. 1940 schrieben die beiden "Der alte Herr Kanzleirat", welches schon längst durch Schallplatten mit Hans Moser populär war, als es von ihm auch 1948 im Film "Der Herr Kanzleirat" interpretiert wurde. Im selben Film singen Maria Andergast und Hans Lang gemeinsam "Du bist die Rose vom Wörthersee". Ein weiteres populäres Lied ist "Liebe kleine Schaffnerin" (1942), wo wieder Hans Lang als Komponist fungierte.

Gleich nach dem Krieg schrieb Meder 1945 das melancholische "Wien war einmal eine blühende Stadt", welches von Fritz Haymerle und Frank Fox vertont wurde. Im nächsten Jahr war der Inhalt in dem von Lang vertonten und von Hans Moser gesungenen "Wenn der Steffl wieder wird so wie er war" schon wieder zuversichtlicher.

Auch beim Wienerlied war er außer den schon genannten Titeln erfolgreich. So schrieb er 1953 den "Kellergassen-Tanz" ("In der Kellergass'n"), welcher von Hans Moser interpretiert wurde. "Das hat schon der alte Novotny gesagt" ist vor allem in der Interpretation von Heinz Conrads bekannt, welcher auch andere Lieder seit jeher oder auch erst später sang. Neben Hans Lang vertonten vor allem auch Peter Kreuder ("Über den Dächern von Wien") und Peter Igelhoff ("Dieses Lied hat keinen Text") einige von Meders Textdichtungen. Peter Igelhoff schrieb auch die Musik zu "Oh Mister Swoboda", das von Peter Alexander interpretiert wurde. Bei "Jetzt ist es still" kam die Musik wieder von Hans Lang und wurde erstmals von Horst Winter gesungen; Bert Reisfeld hat für Betty Hutton ein geniales Arrangement geschrieben; vorgetragen von der Interpretin Björk erlangte dieses Lied auch im 21. Jahrhundert wieder Weltruhm.

Darüber hinaus arbeitete Erich Meder auch unter den Pseudonymen Ernst Berger, Hans Maler und Karl Edelhofer.

Quellen


Literatur

  • Dieter Schmutzer: Wienerisch g’redt. Geschichte der Wiener Mundartdichtung. Wien: Der Apfel 1993, S. 294 f.

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