Emil Zsigmondy

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Personenname Zsigmondy, Emil
Abweichende Namensform
Titel Dr. med. univ.
Geschlecht männlich
GND 117602744
Geburtsdatum 11.08.1861
Geburtsort Wien
Sterbedatum 06.08.1885
Sterbeort Meije-Südwand, Dauphiné, Frankreich
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Arzt, Bergsteiger
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  14.02.2018 durch WIEN1\lanm09bum
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NameVerwandtschaftsgrad
Otto ZsigmondyBruder
Richard ZsigmondyBruder
Adolph ZsigmondyVater

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Zsigmondy Emil, * 11. August 1861 Wien, † 6. August 1885 Absturz aus der Meije-Südwand, Dauphiné, Frankreich, Arzt, Bergsteiger.

Biographie

Zsigmondy gilt als einer der hervorragendsten Vertreter des führerlosen Bergsteigens, der schon in jungen Jahren durch großzügige Touren in den Ost- und Westalpen Aufsehen erregte.

Auch als Student der Universität Wien war er außerordentlich begabt (Dr. med. univ. 16. Dezember 1884). Daneben betätigte er sich als Schriftsteller ("Im Hochgebirge", illustriert von Edward Theodore Compton [1889]; "Die Gefahren der Alpen", herausgegeben von Wilhelm Paulcke [1885]). Mit seinem Bruder Otto Zsigmondy bildete er eine äußerst erfolgreiche, bald europaweit bekannte Seilschaft.

Ab 1876 unternahm Zsigmondy eine riesige Zahl schwieriger Bergfahrten, beispielsweise Erstersteigung des Feldkopfs (Zillertaler Alpen, 1879), der seinen Namen erhielt ("Zsigmondyspitze", 3087 Meter). Aber auch die 1884 erstmals erkletterte Reichenstein-Nordwand (Ennstaler Alpen) und insbesonders die 1885 erstmals durchgeführte Gesamtüberschreitung der Meije zählen heute noch zu jenen großen alpinen Unternehmungen, die sehr guten Bergsteigern vorbehalten bleiben.

Literatur

  • Österreichische Alpenzeitung 103 (1985), S. 83 ff.
  • Der Bergsteiger 22 (1954/1955), S. 364 ff.
  • Österreichische Bergsteigerzeitung 48/49 (1960/1961), S. 635 ff.
  • Mitteilungen des Österreichischen Alpenvereins 40 (1985) 4, S. 22