Edmund Hellmer

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Edmund Hellmer
Personenname Hellmer, Edmund
Abweichende Namensform Hellmer, Edmund von
Titel Ritter
Geschlecht männlich
GND 129078786
Geburtsdatum 12.11.1850
Geburtsort Wien
Sterbedatum 09.03.1935
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Friedhof Perchtoldsdorf
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Bildhauer
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Hellmerweg (14)
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  8.01.2018 durch WIEN1\lanm09egg
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Bildname Edmundhellmer.jpg
Bildunterschrift  Edmund Hellmer
Bildquelle Wienbibliothek im Rathaus, Tagblattarchiv: Fotosammlung, TF-004049
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0

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AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Bürger der Stadt Wien30 September 1921
Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Sterbeadresse2Kurzbauergasse9
NameVerwandtschaftsgrad
Josef SchönfeldOnkel
NameBeziehung
Josef SchönfeldLehrer
Franz Lukas BauerLehrer

Hellmer Edmund (1912 Ritter von), * 12. November 1850 (Taufe 17. November) Wien, † 9. März 1935 Wien 2, Kurzbauergasse 9 (Friedhof Perchtoldsdorf, Niederösterreich), Bildhauer. Bildete sich am Polytechnikum in Architektur aus, wandte sich dann der Bildhauerei zu und kam zu seinem Onkel, dem Bildhauer Josef Schönfeld, in die Lehre. 1866 begann er bei Franz Lukas Bauer seine Studien an der Akademie der bildenden Künste, arbeitete aber gleichzeitig im Atelier von Hanns Gasser.

1869 trat er in München erstmals mit eigenen Werken an die Öffentlichkeit, 1871 stellte er seine „Gefesselte Andromeda" im Künstlerhaus aus, 1873 schuf er zwei allegorische Figuren (Austria, Hungaria) für das Südportal der Industriehalle der Wiener Weltausstellung und 1874 die Giebelgruppe für das Ringtheater. Es folgten eine „Austria" für den Justizpalast und zwei Gruppen für das Kunsthistorische Museum. Nach einer Studienreise und der Teilnahme am Wettbewerb für das Grillparzerdenkmal arbeitete Hellmer an verschiedenen Ringstraßenbauten mit; er schuf 1877 zwei allegorische Figuren für die Universität (Theologie, Philosophie), vier Statuen für das Rathaus und einen Giebel des Parlaments („Verleihung der Verfassung").

1879 wurde Hellmer Supplent und 1882 ordentlicher Professor der allgemeinen Bildhauerschule an der Akademie der bildenden Künste, 1901 Leiter einer Spezialschule für Bildhauerei und 1902 einer systemisierten Spezialschule (bis 1922); 1901-1922 war er abwechselnd Rektor und Prorektor der Akademie. 1894 vollendete er das „Türkenbefreiungsdenkmal" im Erdgeschoß des Südturms von St. Stephan (Auftragserteilung 1882; April 1945 zerstört; Modell im Dom- und Diözesanmuseum). Von seinen späteren Arbeiten sind hervorzuheben:

Daneben erhielt Hellmer zahlreiche Privataufträge für Bildnisbüsten und Grabdenkmäler:

  • (Nikolaus Dumba [Zentralfriedhof]
  • Hans Makart [Zentralfriedhof, 1889]
  • Emil Jakob Schindler und Hugo Wolf [Zentralfriedhof, 1904], weiters unter anderem
  • Familie Hellmer [Stockerauer Friedhof, 1910]
  • Franz Fibrich [† 1917, Zentralfriedhof]
  • Familie Kratochwill [Zentralfriedhof, 1905]
  • M. Mayer Edler von Gunthof [† 1893; Hietzinger Friedhof, mit stehender Figur]).

1897 war Hellmer Gründungsmitglied der Secession. Bürger der Stadt Wien (30. September 1921).

Hellmerweg


Literatur

  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815–1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954-lfd.
  • Ulrich Thieme / Felix Becker [Hg.]: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bände. Leipzig: Engelmann 1907-1950
  • Hans Vollmer [Hg.]: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 20. Jahrhunderts. 6 Bände. München: Deutscher Taschenbuch-Verlag 1953-1962
  • Heinrich Srbik / Reinhold Lorenz: Die geschichtliche Stellung Wiens 1740-1918. Wien: Verein für Geschichte der Stadt Wien 1962 (Geschichte der Stadt Wien, Neue Reihe, 1) 7/1, S. 221 ff.
  • Justus Schmidt / Hans Tietze: Dehio Wien. Wien: A. Schroll 1954 (Bundesdenkmalamt: Die Kunstdenkmäler Österreichs), Register
  • Robert Weissenberger: Die Wiener Secession. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1971, S. 261 und Register
  • Paul Kortz: Wien am Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung. Hg. vom Oesterreichischen Ingenieur und Architekten-Verein. Wien: Gerlach & Wiedling 1906. Band 2, 1906, Register
  • Walter Wagner: Geschichte der Akademie der bildenden Künste in Wien. Wien: Rosenbaum 1967 (Veröffentlichungen der Akademie der Bildenden Künste in Wien, N.F. 1), Register
  • Das Wiener Heimatbuch – Mariahilf. Hg. von der Arbeitsgemeinschaft des Mariahilfer Heimatmuseums. Wien: Austria Press 1963, S. 224
  • Gerhardt Kapner: Freiplastik in Wien. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1970, S. 353 f., 392, 397, 463, 466
  • Renate Wagner-Rieger [Hg.]: Die Ringstraße. Bild einer Epoche. Die Erweiterung der Inneren Stadt Wien unter Kaiser Franz Joseph. 11 Bände. Wiesbaden: Steiner 1969-1981, Band 1, Register; Band 4, Register; Band 9/1, Register.
  • Hermine Cloeter: Dem Schöpfer des Wiener Goethe-Denkmals Eduard von Hellmer. In: Wiener Gedenkblätter. Wien: Österreichische Verlagsanstalt 1966, S. 121 ff.
  • Edmund Hellmer: Ein Monumentalbrunnen und seine Entstehung. Wien: Schroll 1900
  • Eduard Hellmer: Lehrjahre in der Plastik, Band 1. Wien: Schroll 1900
  • Gerhardt Kapner: Denkmäler der Wiener Ringstraße. Wien: Jugend & Volk 1969, S. 25 ff., 33 ff.