Edek Bartz

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Personenname Bartz, Edek
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND 134322290
Geburtsdatum 24.08.1946
Geburtsort Karaganda, Kasachstan
Sterbedatum
Sterbeort
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Musiker, Konzertveranstalter, Kurator, Autor, Lektor
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Gedenktage
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Edek Bartz, * 24. August 1946 Karaganda (Kasachstan), Musiker, Konzertveranstalter, Kurator, Autor.

Biographie

Edek Bartz wurde 1946 in der Stadt Karaganda in Kasachstan in einem russischen Internierungslager geboren. Seine Mutter Irene stammte ursprünglich aus Wien, sein Vater war Professor für Chemie an der Universität Poznan (Posen). Seine Kindheit verbrachte Bartz in Wałbrzych (Waldenburg, Niederschlesien, Polen). Gemeinsam mit seiner Mutter wollte er 1958 nach Israel emigrieren, ist aber in Wien "hängengeblieben", wie Edek Bartz es selbst formuliert und wohnt seither hier.

In den 1960er arbeitete Edek Bartz in der Agentur “Stimmen der Welt“ und produzierte und tourte mit Bob Dylan, Jimi Hendrix, Carlos Santana, Frank Sinatra, Frank Zappa und den Rolling Stones, organisierte Konzerte für die britische Rockband Wishbone Ash und den Jazz-Gitarristen John McLaughlin in der Stadthalle sowie für Lou Reed im Wiener Konzerthaus. In den 1990er Jahren war Edek Bartz Tour-Manager von Falco.

Gemeinsam mit seinem Freund Albert Misak (Künstlername: Albert Thimann) gründete Edek Bartz (Künstlername Edward Geduldig) in den 1970er Jahren die Bands Sabres und später Geduldig & Thimann. Der Name Geduldig und Thimann setzt sich aus den Mädchennamen der Mütter der beiden Musiker zusammen. Sie produzierten LPs und CDs mit traditionellen jiddischen Liedern:

Schon in den 1970er Jahren arbeitete Edek Bartz mit Hermann Nitsch zusammen und produzierte akustische Aufnahmen der Aktionen. Unter dem Titel “Hermann Nitsch - Akustisches Abreaktionsspiel“ erschien 1973 eine Langspielplatte.

Anfang der 1980er Jahre betrieb Edek Bartz ein Plattengeschäft in der Ballgasse.

1983-1991 veranstalteten Wolfgang Kos und Edek Bartz das Avantgarde Musik Festival “Töne – Gegentöne“ im Rahmen der Wiener Festwochen. Die Idee war, die Grenzen zwischen den klassischen Bereichen Jazz, Pop und E-Musik aufzubrechen und MusikerInnen mit anderen, neuen und radikalen Konzepten zu präsentieren.

Neben dem Festival begründeten die beiden 1982 auch die New-Wave-Band "Leider Keine Millionäre" und nahmen mehrere Singles mit Songs wie: “Was zählt“, “Wer nicht weggeht“, “Your life is Under Your Seat“ auf. In den 1990er Jahren organisierte Edek Bart die Vienna Jewish Festival Week.

Von 2005 bis 2009 war Edek Bartz künstlerischer Leiter der Viennafair, einer zeitgenössischen Kunstmesse mit Schwerpunkt auf Mittel- und Osteuropa. Edek Bartz ist Lektor an der Universität für Angewandte Kunst und kuratiert seit vielen Jahren die Jahresausstellungen der Universität.

2004 präsentierte er im Rahmen der Langen Nacht der Museen im Jüdischen Museum Andy Manndorff und die Jazz-Suite "Hakoah", eine Referenz an jüdische Wiener Komponisten. 2016 kuratierte er die Ausstellung "Stars of David“, in der jüdische MusikerInnen präsentiert werden, die das Musikgeschehen des 20. und 21. Jahrhunderts geprägt haben.

Edek Bartz und Albert Misak haben 2015 ihre Sammlungen an Fotos, Flyern, Presseartikel und Plakaten der Wienbibliothek im Rathaus geschenkt.

Werke

  • Kum aher du filosof, 1975, LP
  • Mojschele majn frajnd, 1980, LP
  • Di schejnsten Lider fun Jiddn, 1985, CD
  • A Schtetl is Amerike, 1986, CD
  • A haymish groove, 1992, CD

Literatur

Links