Dietrichsteinpalais (9, Währinger Straße 30)

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Fürst Dietrichsteinisches Palais
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1690
Jahr bis 1862
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Dietrichstein
Einlagezahl
Architekt Heinrich Koch
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  15.02.2018 durch WIEN1\lanm08pil
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Bildname Fürst Dietrichsteinisches Palais.jpg
Bildunterschrift  Fürst Dietrichsteinisches Palais
Bildquelle Pläne und Ansichten der k. k. Haupt- und Residenz Stadt Wien
Bildrechte
BezirkStraßeHausnummer
9Währinger Straße30

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Derzeit wurden noch keine Konskriptionsnummer zu diesem Bauwerk erfasst!
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Dietrichsteinpalais (9, Währinger Straße 30; Sommerpalais, ab 1862 Clam-Gallas-Palais). Ferdinand Josef Reichsfürst Dietrichstein wurde 1690 Eigentümer der großen, früher einen Teil der Sohlenschneiderwiese bildenden Besitzung auf dem Plateau der Währinger Straße. Sie zog sich über den Rücken der Schottenpoint talwärts nach der Rossau. Johann Karl Fürst Dietrichstein legte hier den großen Garten an, der sich von der Währinger Straße durch die Karlsgasse (Boltzmanngasse) über den Strudlhof beziehungsweise bis zur Langen Gasse (Liechtensteinstraße) erstreckte. 1834/1835 ließ sich Franz Joseph Fürst Dietrichstein nach Entwürfen Heinrich Kochs im Park eine Villa errichten (klassizistische Fassade mit tempelartigem, später verglastem Mittelbau). Den ehemaligen Lustgarten des Profeßhauses der Jesuiten in der Liechtensteinstraße bezog Dietrichstein in den Besitz ein. Dem großangelegten Park fiel auch der Garten des ehemaligen Gasthauses "Zum goldenen Engel" zum Opfer, dessen Gartensalon in die fürstliche Wagenremise verbaut wurde. Palais und Park gehören derzeit der Französischen Schule, die 1954 im unteren Teil des Parks eröffnet wurde.

Literatur

  • Peter Csendes: Erinnerungen an Wiens Türkenjahre. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1983 (Wiener Bezirkskulturführer, 29), S. 56
  • Carl Hofbauer: Die Alservorstadt mit den ursprünglichen Besitzungen der Benediktinerabtei Michelbeuern am Wildbach Als. Wien: Sommer 1861, S. 134 f.
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 4: Profane Topographie nach den 21 Bezirken (2.-21. Bezirk). Wien: Jugend & Volk 1958, S. 278
  • Hans Pemmer / Ninni Lackner: Die Währinger Straße. Ein Spaziergang von der Votivkirche zur Volksoper. Wien: Verein zur Erhaltung und Förderung des Heimatmuseums Alsergrund 1968 (Beiträge zur Heimatkunde des IX. Wiener Gemeindebezirks, 3), S. 50