Deutschordensarchiv

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Art der Organisation Institution
Datum von 1852
Datum bis
Benannt nach
Prominente Personen
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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BezirkStraßeHausnummer
1Singerstraße7

frühere Adressierung

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Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Deutschordensarchiv (Zentralarchiv des Deutschen Ordens; 1, Singerstraße 7). Ursprünglich waren im Deutschordenshaus zu Wien nur die Urkunden und Akten der Ballei Österreich untergebracht. Nach Verlegung der Ordenszentrale von Mergentheim nach Wien (1809) wurden gemäß einer Vereinbarung mit dem Königreich Württemberg von 16. Juni 1815 (Mergentheimer Vertrag vom 15. August 1813) auch die Bestände des Hauptarchivs hieher verlagert. So entstand der Grundstock des neuen Zentralarchivs des Deutschen Ordens, das 1852 durch den vom Orden beauftragten Benediktiner Beda Dudik eingerichtet und 1854 eröffnet wurde. Bis Ende 19. Jahrhundert wurden ihm auch Ordensarchivalien aus Schlesien, Südtirol und anderen Ländern einverleibt. Gegenwärtig verwahrt das Zentralarchiv rund 12.000 Urkunden (die ältesten aus dem 12. Jahrhundert), mehr als 1.000 Handschriften, rund 7.400 Bücher und Publikationen und einen Aktenbestand, der in 44 Abteilungen gegliedert ist. Es hatte für die Erforschung der Geschichte Österreichs, Deutschlands, Polens, der Tschechoslowakei, der Niederlande, Italiens und anderer europäischer Staaten große Bedeutung. Von den Archivalien, die Wien betreffen, sind Grundbücher (ab 14. Jahrhundert), Urkunden (ab 13. Jahrhundert) und Dokumente zur Bau- und Besitzgeschichte des Deutschen Hauses und der Deutschordenskirche zu nennen, für die Genealogie österreichischer Adelsfamilien die „Ahnenproben" und weiteres Aktenmaterial.

Literatur

  • Klemens Wieser: Die Bedeutung des Zentralarchivs des Deutschen Ordens für die Geschichte Schlesiens und Mährens. Ein Findbehelf zum schlesisch-mährischen Aktenbestand des Archivs. Würzburg: Holzner 1967 (Quellen und Darstellungen zur schlesischen Geschichte, 13), S. 3 ff.
  • Österreichische Akademie der Wissenschaften [Hg.]: Handbuch der österreichischen Wissenschaften. Band 5: 1964. Wien: Österreichischer Bundesverlag für Unterricht, Wissenschaft und Kunst 1965