Caspar Zumbusch

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Caspar Zumbusch
Personenname Zumbusch, Caspar
Abweichende Namensform Zumbusch, Kaspar, Zumbusch, Kaspar von
Titel Ritter, Dr. h. c., Prof.
Geschlecht männlich
GND 119047071
Geburtsdatum 23.11.1830
Geburtsort Herzebrock, Westfalen
Sterbedatum 27.09.1915
Sterbeort Rimsting bei Prien, Bayern
Begräbnisdatum
Friedhof Zentralfriedhof
Grabstelle Grab 32A, Nummer 39
Ehrengrab ja
Beruf Bildhauer
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Zumbuschgasse (19)), Zumbuschgasse
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  5.01.2018 durch WIEN1\lanm09egg
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
Bildname Casparzumbusch.jpg
Bildunterschrift  Caspar Zumbusch
Bildquelle Wienbibliothek im Rathaus, Tagblattarchiv, Fotosammlung, TF-011786
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
FunktionFunktion vonFunktion bis
Prorektor18881890
Rektor18991901
Professor an der Akademie der Bildenden Künste18731901
AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Ehrenzeichen für Kunst und Wissenschaft
Ritterstand
Eiserne Krone dritter Klasse15 Februar 1988
Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Wohnadresse3Jacquingasse11

Es wurde noch keine Familie zu dieser Person erfasst! Es wurden noch keine Beziehungen zu dieser Person erfasst!

Zumbusch Caspar (Kaspar; 1888 Ritter von), * 23. November 1830 Herzebrock, Westfalen, † 27. September 1915 Rimsting bei Prien, Bayern (Zentralfriedhof, Ehrengrab, Grab 32A, Nummer 39), Bildhauer, Gattin (1860) Tochter des Majors Vogel.

Nach Ausbildung in München und Studienreisen wurde Zumbusch 1872 an die Wiener Akademie berufen und übernahm als Prof. eine Spezialschule für Bildhauerei (bis 1901).

Seine vier großen Schöpfungen in Wien sind:

Zumbusch beteiligte sich auch an der Ausschmückung verschiedener Ringstraßenbauten. Für das Rathaus schuf er die Reliefskulptur "Reiterfigur Kaiser Franz Josephs I." für die Ostseite des großen Turms, für die Universität die Marmorfigur Franz Josephs und das Standbild des Ministers Julius Glaser (1888), für beide Hofmuseen (mit anderen Künstlern) Balustraden- und Zwickelfiguren, für das Kunsthistorischen Museum die Großbüste Franz Josephs (Stiegenpodest, 1873) und für das Naturhistorische Museum das Standbild Abraham Gottlieb Werners (Stiegenhauspfeiler, 1888).

1886-1888 und 1899-1901 war Zumbusch Rektor, 1888-1890 Prorektor der Akademie. Für die Arkaden der Universität schuf er (teilweise erst nach seinem Tod aufgestellt):

1895 stellte Zumbusch das Billrothdenkmal (19) fertig; außerdem schuf er Grabdenkmäler (beispielsweise Leopold Schrötter von Kristelli [Zentralfriedhof, 1907], Moriz von Gerold [Dornbacher Friedhof], Töchter Helene Hartmanns [Döblinger Friedhof, 1903-1905]) und Werke für das Ausland.

Für das Radetzkydenkmal erhielt Zumbusch das Ehrenzeichen für Kunst und Wissenschaft, für das Maria-Theresien-Denkmal den Ritterstand. Verschiedene österreichische und ausländische Orden, Dr. h. c., Ausschuss- und (26. November 1888) Ehrenmitglied des Künstlerhauses und Mitglied des Kuratoriums des Museums für Kunst und Industrie.

Staatsatelier hinter der Rotunde; im Haus 3, Jacquingasse 11, das er sich 1874 erbaut ließ, wohnte er mit seiner Familie.

Gedenkmedaille anlässlich des 70. Geburtstags (Künstlerhaus, 1900).

Zumbuschgasse (19), Zumbuschgasse.

Literatur

  • Richard Bamberger [Hg.]: Österreich-Lexikon in zwei Bänden. Wien: Verlags-Gemeinschaft Österreich-Lexikon 1995
  • Geschichte der Stadt Wien. Hg. vom Altertumsverein zu Wien. Wien: Holzhausen 1897-1918. Band 7/1, 28, S. 213 ff., 218
  • Gerhardt Kapner: Freiplastik in Wien. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1970, S. 335, 338 f., 372, 382
  • Walter Kleindel: Das große Buch der Österreicher. 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild, Namen, Daten, Fakten. Unter Mitarbeit von Hans Veigl. Wien: Kremayr & Scheriau 1987
  • Maria Kolisko: Caspar von Zumbusch. Wien: Amalthea-Verlag 1931
  • Paul Kortz: Wien am Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung. Hg. vom Oesterreichischen Ingenieur und Architekten-Verein. Wien: Gerlach & Wiedling 1905. Band 1 (1905), Register
  • Hermann Clemens Kosel: Deutsch-österreichisches Künstler- und Schriftsteller-Lexikon. Band 1: Biographien der Wiener Künstler und Schriftsteller. Wien: Verlag der Gesellschaft für Graphische Industrie 1902
  • Hans Markl: Kennst du die berühmten letzten Ruhestätten auf den Wiener Friedhöfen? Band 1: Zentralfriedhof und Krematorium (Urnenhain). Wien: Pechan 1961, S. 97
  • Mitteilungen der Österreichischen Galerie 74 (1986), S. 92 f.
  • Justus Schmidt / Hans Tietze: Dehio Wien. Wien: A. Schroll 1954 (Bundesdenkmalamt: Die Kunstdenkmäler Österreichs), Register
  • Ulrich Thieme / Felix Becker [Hg.]: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bände. Leipzig: Engelmann 1907-1950
  • Walter Wagner: Geschichte der Akademie der bildenden Künste in Wien. Wien: Rosenbaum 1967 (Veröffentlichungen der Akademie der Bildenden Künste in Wien, N.F. 1), Register
  • Renate Wagner-Rieger [Hg.]: Die Wiener Ringstraße. Bild einer Epoche. Die Erweiterung der Inneren Stadt Wien unter Kaiser Franz Joseph. Band 1: Klaus Eggert: Das Kunstwerk im Bild. Wiesbaden: Steiner 1969, Reg.
  • Renate Wagner-Rieger [Hg.]: Die Ringstraße. Bild einer Epoche. Die Erweiterung der Inneren Stadt Wien unter Kaiser Franz Joseph. Band 4: Alois Kieslinger. Die Steine der Wiener Ringstraße. Wiesbaden: Steiner 1972, Reg.
  • Renate Wagner-Rieger [Hg.]: Die Ringstraße. Bild einer Epoche. Die Erweiterung der Inneren Stadt Wien unter Kaiser Franz Joseph. Band 9,1: Gerhard Kapner: Ringstrassendenkmäler. Wiesbaden: Steiner 1973, Reg.
  • Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich. Enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche 1750 bis 1850 im Kaiserstaate und in seinen Kronländern gelebt haben. 60 Bände. Wien: Verlag der typografisch-literarisch-artistischen Anstalt 1856-1891. Register 1923. Band 60, 1931