Café Frauenhuber

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Café Frauenhuber
Art der Organisation Institution
Jahr von 1824
Jahr bis
Benannt nach Josef Frauenhuber
Prominente Personen
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  16.03.2017 durch WIEN1\lanm08mic
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Bildname Frauenhuber.jpg
Bildunterschrift  Café Frauenhuber
Bildquelle Wikipedia
Bildrechte gemeinfrei
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtHimmelpfortgasse6

frühere Adressierung

Es wurden noch keine früheren Adressen zu dieser Organisation erfasst!

Es wurden noch keine Bezeichnungen zu dieser Organisation erfasst!
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Café Frauenhuber (1, Himmelpfortgasse 6, Bürgerspitalbad).

Das Café Frauenhuber war zunächst als Café Hänisch bekannt und befand sich bis 1824 auf dem alten Fleischmarkt. Daraufhin übersiedelte es in die Himmelpfortgasse. Um 1827 ließ sich der Besitzer Alois Hänisch die Türbalken mit zwei lebensgroßen Figuren durch den Historienmaler Erasmus Engerth verkleiden. Eine der Figuren soll den ersten Wiener Kaffeesieder Georg Franz Koltschitzky dargestellt haben. Ein originales Porträt dieses Kaffeesieders befand sich in Besitz der Kaffeesiedergenossenschaft. Das Kaffeehaus galt als eines der ruhigsten und solidesten und es fanden sich dort viele in den Ruhestand versetzte Militärs und Beamte ein. Bekannt war das Kaffeehaus auch für seine häufig stattfindenden Schach- und Whistpartien und den Eierpunsch in der Faschingszeit. Nach mehreren Besitzerwechseln wurde das Café um 1849 im Auftrag von Anton Sagorz durch Johann Zizula umgestaltet und renoviert. Unter anderem wurde es damals mit Billardtischen ausgestattet. Das Gerücht, es handle sich hier um das älteste Kaffeehaus Wiens, kann sich nicht bestätigen. Das Café, welches später in Café Herzog und schließlich in Café Frauenhuber umbenannt wurde, konnte sich bis heute halten und ist noch immer in der Himmelpfortgasse 6 untergebracht. Der Name des Kaffeehauses geht auf den damaligen Besitzer Josef Frauenhuber zurück. Im Haus war zuvor die Traiteurie Ignaz Jahns untergebracht gewesen.

Literatur

  • Hans Veigl: Wiener Kaffeehausführer. 1989, S. 40 f.
  • Thomas Martinek: Kaffeehäuser in Wien. 1990, S. 40
  • Bartel F. Sinhuber: Zu Gast im alten Wien. 1989, S. 98
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 5, 1. Teil. Wien ²1955 (Manuskript im WStLA), S. 191-192
  • Gustav Gugitz: Das Wiener Kaffeehaus. Ein Stück Kultur- und Lokalgeschichte. Wien: Deutscher Verlag für Jugend und Volk 1940, S. 175