Burgtheatergalerie

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Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Burgtheatergalerie, Sammlung von Künstlerporträts, die im Verlauf von zwei Jahrhunderten allmählich eine "Ehrengalerie" des Burgtheaters gebildet haben.

Die Anfänge fallen in das Jahr 1786 oder 1787, als Joseph II. anordnete, dass jeder ausgezeichnete Schauspieler durch den Hofmaler Joseph Hickel gemalt werden solle (er malte Prehauser, Weiskern, Müller, Lange, Steigentesch, Weidmann, Brockmann sowie Anna Stephanie, Sacco und Weidner noch für den Gang, der von der Hofburg ins alte Burgtheater führte beziehungsweise für den Versammlungsraum der Schauspieler).

Bald wurde auch Hickels Bruder Anton in die Arbeit eingeschaltet (Jacquet-Adamberger, Katharina Jacquet, Nouseul, Stierle). In der Folge beteiligten sich prominente Maler an der Weiterführung der Burgtheatergalerie, unter anderen (in chronologischer Abfolge) Johann und Eduard Ender, Ferdinand Georg Waldmüller, Ferdinand Schimon, Franz Eybl, Joseph Krafft, Ferdinand Bender, Anton Einsle, Georg Decker, Josef Fux, Gustav Gaul, Franz von Lenbach, Heinrich von Angeli, Hans Makart, Eduard Charlemont, Eduard Veith, Franz Matsch, Wilhelm Krausz, Karl Gsur, Carry Hauser, Helmut Kies, Georg Eisler und Sergius Pauser; Porträtbüsten stammen von Viktor Tilgner (Eduard von Bauernfeld, Franz Grillparzer, Friedrich Halm, Charlotte Wolter), Caspar Zumbusch (Adolf Wilbrandt), Karl Stemolak (Hugo Thimig), Sándor Jaray (Josef Kainz, Arthur Schnitzler), André Roder (Albert Heine) und Wander Bertoni (Buschbeck; Totenmasken: Albin Skoda, Werner Krauss, Ernst Lothar).

Literatur

  • György Sebestyén: Burgtheater-Galerie. 148 Künstlerporträts der "Ehrengalerie" des Wiener Burgtheaters nach Aufnahmen von Csaba Tarcsay. Mit einer historisch-biographischen Dokumentation von Konrad Schrögendorfer. Wien: Edition Tusch 1976