Brandstätte 1

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Stephansplatz 8-12 (Nr. 8 vorne rechts); Stock-im-Eisen-Platz 3 (ganz hinten), um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1560
Jahr bis
Andere Bezeichnung Kardinal-Innitzer-Hof
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Josef Vytiska
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  3.06.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Stephansplatz8-12.jpg
Bildunterschrift  Stephansplatz 8-12 (Nr. 8 vorne rechts); Stock-im-Eisen-Platz 3 (ganz hinten), um 1940
Bildquelle WStLA, Fotos aus dem Bereich Stadtplanung, FB2: 4500/897
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Brandstätte1
1Stephansplatz8

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt61617701795
Stadt62818211862
Stadt62917951821
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Brandstätte 1 (Konskriptionsnummer 628, Teil), Stephansplatz 8.

Hier befand sich einst ein Teil des Hauses Stadt 628 (Bauernfeindsches Haus), das 1560 erbaut wurde. 1873 wurde es im Zuge der Verlängerung der Brandstätte von der Stadtbaugesellschaft erworben und im folgenden Jahr abgebrochen. 1874 wurde durch die Baumeister Ferdinand Dehm und Franz Olbrich ein Prachtbau nach Plänen von Wilhelm Fränkel errichtet, der aus zwei selbständigen Häusern (Brandstätte 1 und Jasomirgottstraße 2) bestand und der Ersten österreichischen Spar-Casse gehörte. 1924 wurde das Haus Brandstätte 1 verkauft und kam im Jahr 1936 in den Besitz der "Victoria zu Berlin, Allgemeine Versicherungs A. G.".

In Parterreräumlichkeiten befanden sich das stark frequentierte "Café de l’Europe", das ab 1848 als Treffpunkt der Fremden zu Lokalberühmtheit gelangt war, und die ab dem 15. Jahrhundert bekannte "Alte Feldapotheke" (Schild "Zum goldenen Greif)"). Beide Unternehmen waren bereits im Bauernfeindschen Haus untergebracht gewesen.

Am 8. April 1945 fiel auch dieses Gebäude dem großen Brand zum Opfer, der die ganze Umgebung verwüstete. In den Jahren 1951/1952 entstand hier ein Neubau, der nach Plänen von Josef Vytiska errichtet wurde und mit dem 1949-1951 erbauten Nachbarhaus Jasomirgottstraße 2 zum "Kardinal-Innitzer-Hof" ("Theodor-Innitzer-Hof") verschmolz.

siehe auch Bauernfeindsches Haus.

1., Stephansplatz 8-12, um 1940 (Nr. 8 ganz hinten)
1., Stephansplatz 8, um 1940; rechts die Brandstätte

Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 1, 3. Teil. Wien ²1951 (Manuskript im WStLA), S. 756-760