Bräunerstraße 12

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1., Bräunerstraße 12, Stallburggasse 4, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1900
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  3.06.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Bräunerstraße12.jpg
Bildunterschrift  1., Bräunerstraße 12, Stallburggasse 4, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Habsburgergasse9
1Bräunerstraße12
1Stallburggasse4

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Innere Stadt113818211862
Innere Stadt116817701795
Innere Stadt120617951821
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Bräunerstraße 12, identisch mit Stallburggasse 4 und Habsburgergasse 9 (Konskriptionsnummer 1138).

Ab Mitte des 15. Jahrhunderts sind hier zwei Häuser belegt, die später zu einem verbaut wurden. Ab 1590 im Besitz von Paul Sixt Trautson, der eine Kapelle zu Ehren aller Heiligen erbauen ließ, in dessen Inventar sich später mehrere Reliquien befanden, wie Partikel des heiligen Kreuzes und der Säule, woran Christus gegeiselt wurde, ein Stück von dessen Kleidung, ein Teil der Krippe des Betlehemer Stalls, Reliquien vom letzten Abendmahl, der Lanze und vom Schwamm, sowie diverser Märtyrer, die alle in kostbaren Kreuzen aus Elfenbein, Altären, Monstranzen, Statuen, etc. gefasst und mit Gold, Silber, Perlen, Kristallen, feinen Gläsern und Edelsteinen verziert waren. Als letzter aus diesem Geschlecht starb am 31. oktober 1775 Johann Wilhelm Fürst von Trautson, Graf zu Falkenstein, Freiherr auf Sprechenstein und Schroffenstein, Herr der Grafschaft Falkenstein, dann der Herrschaften Poysbrunn, Kaya, Fladnitz, Burg Laa, St. Pölten, Seyring, Goldegg, Pielahag, Friesing, Regecz und Saros Patak, Ritter des goldenen Vlieses, Obersterblandhofmeister in Österreich u.d. Enns, Oberst Erblandmarschall in Tirol, n.ö. Landmarschall, geh. Rat, der zweimal verheiratet und Vater von neun Kindern war, die alle vor ihrem Vater starben.

1794 erfolgte ein Neubau. Das Objekt war im Besitz vieler großer Adelsfamilien. 1900 kam es zu einem weiteren Neubau.


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 6, 2. Teil. Wien ²1957 (Manuskript im WStLA), S. 332-334