Berthahof

Aus Wien Geschichte Wiki
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1., Wollzeile 15, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1891
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Ferdinand Seif
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Wolfgang Wirsig: Wiener Hofnamen, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  3.06.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Wollzeile15.jpg
Bildunterschrift  1., Wollzeile 15, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Wollzeile15

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt80817701795
Stadt77718211862
Stadt82417951821
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Berthahof (1, Wollzeile 15; Konskriptionsnummer 777).

Im Mittelalter scheint als Besitzer eines hier stehenden Hauses der Lehrer der "Arzney" Meister Mert Guldein auf, der dieses 1468 erwarb. Von dessen Frau kaufte es 1501 der Ratsherr Sigmund Siebenbürger. Im Jahr 1507 veräusserte er das Gebäude um 850 Pfund Wiener Pfennig, bei einem weiteren Verkauf im selben Jahr hatte es jedoch nur mehr einen Wert von 375 Pfund. Im 18. Jahrhundert gehörte das Gebäude einige Zeit lang Leopold Graf Draskovich von Drachenstein.

1891 wurde anstelle eines damals zweistöckigen Gebäudes ein sechsgeschossiger Neubau (Grundfläche 587 Quadratmeter) errichtet, wobei ein Stein mit der Jahreszahl 1598 in den Torschluss des nunmehr "Berthahof" benannten Hauses eingefügt wurde. Zwischen 1909 und 1940 gehörte der Berthahof Richard Beer-Hofmann, mit Rückstellungsbeschluss vom 12. September 1949 ging er an seine Tochter Miriam Beer-Hofmann Lens, die ihn kurz darauf an die "Europäische Güter- und Reisegepäck Versicherungs AG" verkaufte.

Im April 1945 erlitt das Gebäude einen Artillerietreffer im Dach, Mauereinschüsse sowie Fenster- und Wohnungsschäden.

1., Wollzeile 15-17, um 1940


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 4, 3. Teil. Wien ²1955 (Manuskript im WStLA), S. 484-487