Berggasse

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Berggasse 1 / Währinger Straße, 1907
Art des Objekts Verkehrsfläche
Jahr von 1862
Jahr bis
Name seit 1862
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung Unter den Holzern, Holzstraße, Bergstraße, Am Glacis
Benannt nach Schottenberg (9, Alsergrund), Ochsenberg
Bezirk 9
Lage Alsergrund
Verkehr
Prominente Bewohner Sigmund Freud
Besondere Bauwerke Festeticspalais, Philippinenhof
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Bildname HMW_033743.jpg
Bildunterschrift  Berggasse 1 / Währinger Straße, 1907
Bildquelle HMW 33743, Foto: A. Stauda
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Berggasse (9, Alservorstadt), benannt (1862) nach dem Gefälle zwischen Währinger Straße und Porzellangasse (Schotten- oder Ochsenberg, über den die Berggasse führte). Die Berggasse ist heute vor allem als Adresse Sigmund Freuds bekannt, der Jahrzehnte lang auf Nr. 19 wohnte und arbeitete.

Die offizielle Benennung der Berggasse erfolgte, nachdem die Gegend 1850 nach Wien eingemeindet worden war, 1862. Man bezog sich auf das Gefälle zwischen Währinger Straße und Porzellangasse (Schotten- oder Ochsenberg, über den die Berggasse führte).

Die Gegend hieß 1357 Unter den Holzern (untere Berggasse zwischen Servitengasse und Donaukanal), ab 1784 Holzstraße und im oberen Teil bereits Bergstraße. Der Teil gegen die Währinger Straße war ursprünglich ein mit Weinreben bepflanzter Hügelrücken (Schottenberg, Schottenpoint, Schottenbühel, auch Ochsenberg, Ochsenbergl, Leiten).

1832 finden sich die Bezeichnungen An der Bergstraße (Nummer 1-11), Am Glacis (Nummer 13-21) und Holzstraße (Nummer 25-43). Die Glacisgründe entlang der Berggasse wurden zur Lagerung von Brennholzvorräten verwendet; auch am Donaukanal befanden sich Holzlagerplätze (Brände am 8./9. Dezember 1805 und 2./3. September 1883). Das Areal wurde 1853 teilweise parzelliert und versteigert (4.7.; "Neu-Wien").

Berggasse 36 - Hotel Stadt Linz, 1903/04

Pfarrzugehörigkeit

Gebäude

Literatur

  • Rudolf Geyer: Handbuch der Wiener Matriken. Ein Hilfswerk für Matrikenführer und Familienforscher. Wien: Verlag des Österreichischen Instituts für Genealogie, Familienrecht und Wappenkunde, 1929
  • Hans Mück: Quellen zur Geschichte des Bezirks Alsergrund. Wien: Verein für Geschichte der Stadt Wien 1978 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 3), S. 22, 100
  • Renate Wagner-Rieger: Das Wiener Bürgerhaus des Barock und Klassizismus. Wien: Hollinek 1957 (Österreichische Heimat, 20), S. 287
  • Renate Wagner-Rieger [Hg.]: Die Ringstraße. Bild einer Epoche. Die Erweiterung der Inneren Stadt Wien unter Kaiser Franz Joseph. Band 7. Wiesbaden: Steiner 1969-1981, Register (Nr. 4, 12, 16)
  • Adolf Wolf: Alsergrunder Verkehrsflächenverzeichnis. In: Heimatmuseum Alsergrund 72 (1977). Wien: Museumsverein Alsergrund 1960 - lfd.