Bauernmarkt 18

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Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1371
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
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BezirkStraßeHausnummer
1Lichtensteg5
1Bauernmarkt18

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Stadt53918211862
Stadt51917701795
Stadt54018211862
Stadt52017701795
Stadt57617951821
Stadt58017951821
Stadt58117951821
Stadt53818211862
Stadt63817701795
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Bauernmarkt 18 (Konskriptionsnummern 538, 539 und 540), Lichtensteg 5.

Auf dem heutigen Grundstück standen ursprünglich mehrere Häuser:

Haus Stadt 538

Dieses Haus war das Eckhaus Hühnergässchen/Lichtensteg. Es wird in den Grundbüchern erstmals zwischen 1371 und 1387 erwähnt, wobei die Eintragungen bezüglich der Besitzer widersprüchlich sind. Anfang des 16. Jahrhunderts stand das Haus im Besitz der Gattin Stefan Eens, die auch das Nachbarhaus Stadt 537 (siehe Bauernmarkt 16) besessen haben dürfte.

Haus Stadt 539

Am 6. August 1377 wird dieses Haus erstmals urkundlich erwähnt. In den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde es vom Besitzer des Hauses Stadt 538 erworben.

Haus Stadt 540

Ursprünglich standen an dieser Stelle drei Häuser:

Haus A

Dieses Haus, in dem die Häuser B und C im 17. beziehungsweise 18. Jahrhundert aufgingen, lässt sich am besten zurückverfolgen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1375. Danach fehlen jedoch für fast hundert Jahre sämtliche Daten. In den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde es abgebrochen.

Haus B

Die erste urkundliche Erwähnung dieses Hauses stammt aus dem Jahr 1446, jedoch fehlen auch hier bis zum Jahr 1560 jegliche Daten. 1570 kam der spätere Bürgermeister Paul Steyrer in dessen Besitz. Ab 1640 gehörte es den jeweiligen Besitzern des Hauses A. Der Zeitpunkt, zu dem die beiden Gebäude miteinander verbaut wurden, ist nicht bekannt, es muss jedoch vor 1749 geschehen sein.

Haus C

Zu diesem Haus fehlen fast alle Daten. Es wird ausschließlich im Hofquartierbuch erwähnt, wobei die frühesten Informationen aus dem Jahr 1563 stammen. Zwischen 1664 und 1683 wurde es entweder mit Haus A oder Haus B baulich verbunden.


Neubau 1843/1844

Nach dem Abbruch der oben genannten Häuser wurde ein fünfstöckiger Neubau errichtet. Die verbaute Grundfläche dieses Hauses beträgt 260 Quadratmeter. Die Tatsache, dass hier einst fünf Häuser standen, belegt die unglaubliche Raumausnutzung innerhalb des eng gezogenen Festungsgürtels.

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 1, 3. Teil. Wien ²1951 (Manuskript im WStLA), S. 736-741