Bankgasse 4-6

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1., Schenkenstraße 1, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von
Jahr bis
Andere Bezeichnung Ungarische Botschaft
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  20.01.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Schenkenstraße1.jpg
Bildunterschrift  1., Schenkenstraße 1, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
Innere StadtBankgasse4-6
Innere StadtSchenkenstraße1-3

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Innere Stadt4917701795
Innere Stadt5617951821
Innere Stadt4718211862
Innere Stadt5017701795
Innere Stadt5717951821
Innere Stadt4818211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Bankgasse 4-6, identisch mit Schenkenstraße 1-3 (Konskriptionsnummer 48, 47).

Haus Nr. 48: Bei diesem Objekt handelte es sich ehemals um zwei Häuser. Im Jahr 1452 empfing der erste Eigentümer Nutz und Gewähr dieses nun einheitlichen Hauses. Das Haus kam in den nachfolgenden Jahren in den Besitz von Niclas Juritschitz. Niclas galt als der heldenmütige Verteidiger des kleinen Grenzstädtchens Güns, an dessen Wälle Soliman (Süleyman) vom 4. Bis 28. September 1532 seine Völker vergeblich anrennen ließ, was den Sultan schließlich bewog, den Plan einer abermaligen Belagerung Wiens aufzugeben und so die Wiener vor neuem Schrecken bewahrt wurden. Später ging das Haus an die Freiherren von Hoyos über. 1783 wurde das Haus an die siebenbürgischen Stände verkauft und ein Jahr darauf neu erbaut. Das zwei Stockwerke hohe Haus, das noch 1885 Eigentum der siebenbürgischen Stände war, umspannt eine Grundfläche von 1338 Quadratmetern.

Haus Nr. 47: 1563 wurde dieses Haus als Freihaus der „Frauen von Khintschperg“ bezeichnet, 1566 der Herren von Khüntsperg, 1567 der Herren von Khengsperg, hierauf Herren von Enczersdorf. Laut Suttingerplan von 1684 wurde das Haus nach Adolf von Sinzendorf betitelt. 1746 erwarb es die ungarische Hofkanzlei. Auf dem Gebäude ist eine Tafel angebracht, die an die Genesung der Blatternerkrankung Maria Theresiens aus dem Jahre 1767 erinnern soll. 1853 diente das Gebäude als Quartier des k. k. Reichsrats. Das Haus ist zwei Stock hoch und umspannt eine Grundfläche von 1593 Quadratmetern.

Beide Häuser weisen für das Jahr 1911 als Eigentümer „das königliche ungarische Ministerium am A. H. Hoflager aus und bilden einen zusammenhängenden Komplex, daher die Doppelnummer 4/6.


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Menschen und Kultur. Band 7, Wien ²1957 (Manuskript im WStLA), S. 192-194