Austriabrunnen (1)

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Austriabrunnen (1957)
Art des Bauwerks Denkmal
Jahr von 1846
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Ludwig von Schwanthaler, Ferdinand Miller
Prominente Bewohner
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Paul Harrer: Wien, seine Häuser
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Bildname Austriabrunnen.jpg
Bildunterschrift  Austriabrunnen (1957)
Bildquelle Amtsblatt der Stadt Wien, 7. August 1957
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Freyung

frühere Adressierung

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Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Austriabrunnen (1, Freyung).

Die von der Wiener Bürgerschaft zu Ehren Ferdinands I. in Auftrag gegebene Brunnenanlage wurde 1844-1846 von Ludwig Schwanthaler entworfen, von Ferdinand Miller in München in Bronze gegossen und am 16. Oktober 1846 enthüllt. Über einem vierpaßförmigen Becken aus Mauthausener Granit befinden sich, um eine von Eichen umrankte Säule gereiht, allegorische Figuren (aus Erzguss) der vier Hauptflüsse der damaligen Monarchie (Donau, Po, Elbe, Weichsel). Darüber steht das Standbild der Austria mit Mauerkrone, Lanze und Schild, für die Goethes Enkelin Alma († 1844) als Modell gedient haben soll. Die aufrechte Stellung der Figuren war eine Neuheit, da Flussgötter bis dahin immer liegend dargestellt wurden. Ihre Gruppierung entspricht dem Aufbau des Tafelaufsatzes für den bayerischen Kronprinzen Maximilian II. (1842-1844). Um die von München nach Wien gebrachte Figur rankte sich eine Erzählung, wonach in ihrem hohlen Inneren Zigarren versteckt gewesen sein sollen, um diese auf unverfängliche Art nach Wien zu schmuggeln. Das Denkmal sei jedoch so rasch aufgestellt worden, dass der Schmuggler keine Gelegenheit mehr gefunden habe, sie wieder aus der Figur zu entfernen. Bei einer Restaurierung (1985?) erwies sich die Überlieferung als falsch. An der Stelle des Austriabrunnens stand 1304-1648 die von Jakob Chrut gestiftete Philipp- und Jakob-Kapelle.

Literatur

  • Anselm Weißenhofer: Der Austriabrunnen und die Lage der zeitgenössischen Plastik in Wien. In: Wiener Geschichtsblätter. Wien: Verein für Geschichte der Stadt Wien, 14 (1959), S. 81 ff.
  • Gerhardt Kapner: Freiplastik in Wien. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1970, S. 456 f.
  • Die Bildhauerfamilie Schwanthaler (Katalog 1974), S. 305 ff.
  • Hertha Wohlrab: Die Freyung. Wien [u.a.]: Zsolnay 1971 (Wiener Geschichtsbücher, 6), S. 75 ff.
  • Felix Czeike: I. Innere Stadt. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1983 (Wiener Bezirkskulturführer, 1), S. 46
  • Felix Czeike: Wien. Kunst und Kultur-Lexikon. Stadtführer und Handbuch. München: Süddeutscher Verlag 1976, S. 69
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 1. Teil. Wien ²1952 (Manuskript im WStLA), S. 163 f.