Anton Karas

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Personenname Karas, Anton
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND 130206180
Geburtsdatum 07.07.1906
Geburtsort Wien
Sterbedatum 10.01.1985
Sterbeort Baden bei Wien
Begräbnisdatum 21.01.1985
Friedhof Friedhof Sievering
Grabstelle Gruppe 28 Reihe 9 Nummer 9
Ehrengrab
Beruf Musiker
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Anton-Karas-Platz
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  20.08.2015 durch WIEN1\lanm09bar
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AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien22 Juni 19769 Juli 1976
Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Geburtsadresse20Leystraße46
NameVerwandtschaftsgrad
Katharina BergerGattin

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Anton Karas, * 7. Juli 1906 Wien (20, Leystraße 46), † 10. Jänner 1985 Baden bei Wien (Friedhof Sievering), Zitherspieler, Heurigenbesitzer, Gattin Katharina Berger (* 9. Mai 1901).

Nach der Ausbildung zum Schlosser unterhielt Karas in seiner Freizeit in vielen Heurigenlokalen die Gäste mit seinem Zitherspiel; nach vierjährigem Besuch der Musikakademie wurde er als Solist tätig. Als der Regisseur Carol Reed 1948 in Wien nach dem Drehbuch von Graham Greene den Film "Der dritte Mann" drehte, wählte er als Filmmusik eine einzelne Melodie, die auf einer Zither gespielt wurde. Karas komponierte das "Harry-Lime-Thema" (benannt nach der Hauptfigur des Films), erlangte mit dieser Melodie Weltruhm, trat in vielen europäischen Städten auf und kam als Besitzer eines Nobelheurigen in Sievering (Eröffnung 1953) zu Wohlstand. Da er mit dem Starrummel um seine Person nicht gut zurecht kam, schloss er sein Lokal 1966.

Goldenes Verdienstzeichen Land Wien (1976). Anton-Karas-Platz, Gedenktafel 20, Ecke Marchfeldstraße/Leystraße.

Literatur

  • Walter Kleindel: Das große Buch der Österreicher. 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild, Namen, Daten, Fakten. Unter Mitarbeit von Hans Veigl. Wien: Kremayr & Scheriau 1987
  • Robert Teichl: Österreicher der Gegenwart. Lexikon schöpferischer und schaffender Zeitgenossen. Wien: Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei 1951
  • Isabella Ackerl / Friedrich Weissensteiner: Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik, Wien: Ueberreuter 1992
  • Siegfried Lang: Almanach der Unterhaltungskomponisten des 20. Jahrhunderts. Wien: Österreichischer Komponistenbund 1974
  • Presse, 11.01.1985
  • Spiegel 14 (1985), S. 162
  • Rathauskorrespondenz, 13.02.1990, 04.07.2006, 08.01.2010
  • Peter Payer: Als die Welt erzitherte. In: Die Presse, 1. Juli 2006. URL: http://diepresse.com/home/diverse/zeichen/102982/Als-die-Welt-erzitherte

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