Anton Heiller

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Anton Heiller (1963)
Personenname Heiller, Anton
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 15.09.1923
Geburtsort Wien
Sterbedatum 25.03.1979
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof Zentralfriedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Organist, Komponist, Musikpädagoge
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  6.03.2017 durch DYN\lanm09bub
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Bildname Antonheiller.jpg
Bildunterschrift  Anton Heiller (1963)
Bildquelle WStLA, Fotos des Presse- und Informationsdienstes, FC1: 63168/16
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0

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AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Österreichischer Förderungspreis1954
Großer Österreichischer Staatspreis für Musik22 Dezember 1969
Schott-Preis1956
Preis der Stadt Wien für MusikApril 1963
Silberne TulpeOktober 1952
Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Letzte WohnadresseHernalsHeuberggasse26
SterbeadresseHernalsHeuberggasse26
GeburtsadresseHernalsHeuberggasse26
NameVerwandtschaftsgrad
Ernestine Josepha HladikGattin
NameBeziehung
Wilhelm MuckLehrer

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Anton Heiller, * 15. September 1923 Wien 17, Heuberggasse 26, † 25. März 1979 Wien, ebenda (Zentralfriedhof, Ehrenhain Kulturschaffender, Nummer 133), Organist, Komponist, Musikpädagoge, Gattin (1945) Ernestine Josepha Hladik, Pianistin, Cembalistin. Besuchte nach Privatstudium bei Wilhelm Muck (Musiktheorie, Orgel; 1935-1941) 1941/1942 die damalige Reichshochschule für Musik (bei Franz Schütz, Bruno Seidlhofer und Friedrich Reidinger) und wurde Korrepetitor bei der Gesellschaft der Musikfreunde. 1945 wurde er mit Kurt Rapf Dirigent im neugegründeten „Collegium musicum", 1946 Vertragslehrer an der Musikakademie und widmete sich ab 1947 verstärkt der Konzerttätigkeit als Organist, Cembalist und Dirigent (Konzertreisen in die Schweiz und die Niederlande).

In seinen Kompositionen wandte er sich geistlichen Werken zu; er schrieb unter anderem zehn Messen, Klavier- und Instrumentalmusik, Motetten, Oratorien, Kantaten und Chorwerke sowie ein Konzert für Orgel und Orchester; zahlreiche Kompositionsaufträge. Heiller hat das Wiener Musikleben nach 1945 entscheidend mitgestaltet; Repräsentant der zeitgenössischen geistlichen Chormusik (Wiederbelebung der Gregorianik).

Mitglied des Österreichischen Kunstsenats (1960); Professor (1957), Preis der Stadt Wien für Musik (1963), Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse (1968). 1994 wurde in der ehemaligen Wohnung (17, Heuberggasse 26) ein „Anton-Heiller-Archiv" eingerichtet.


Literatur

  • Walter Kleindel: Das große Buch der Österreicher. 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild, Namen, Daten, Fakten. Unter Mitarbeit von Hans Veigl. Wien: Kremayr & Scheriau 1987
  • Isabella Ackerl / Friedrich Weissensteiner: Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik, Wien: Ueberreuter 1992
  • Die Prominenz der Republik Österreich im Bild. Zürich: Ascot-Verlag 1962
  • Hans Havelka: Zentralfriedhof. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1983 (Wiener Bezirkskulturführer, 30), S. 54
  • Richard A. Prilisauer: Versuch einer Musiktopographie der Stadt Wien. Vervielfältigung (WStLA). 1. Teil: Innere Stadt - Kärntner Viertel, Folge 12
  • Österreichische Musikzeitschrift (ÖMZ). Wien [u.a.]: Böhlau, Gesamtregister 1946-1970, S. 81 f.; 4-5/1979