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Anastasius Grün

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Anastasius Grün
Personenname Auersperg, Anton Alexander
Abweichende Namensform Grün, Anastasius
Titel Graf
Geschlecht männlich
GND
Geburtsdatum 11.04.1806
Geburtsort Laibach (Ljubljana, Slowenien)
Sterbedatum 12.09.1876
Sterbeort Graz
Begräbnisdatum 15.09.1876
Friedhof Haselbach bei Gurkfeld
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Dichter, Schriftsteller, Politiker
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Anastasius-Grün-Gasse
Denkmal Gründenkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  13.01.2017 durch DYN\krabina
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
Bildname Anastasiusgrün.jpg
Bildunterschrift  Anastasius Grün
Bildquelle Wienbibliothek im Rathaus, Tagblattarchiv: Fotosammlung, TF-003572
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
FunktionFunktion vonFunktion bis
Mitglied des Herrenhauses18611876
AuszeichnungVerleihungÜbernahme
Ehrenbürger der Stadt8 April 1864

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Grün Anastasius (Pseudonym für Anton Alexander Graf Auersperg), * 11. April 1806 Laibach (Ljubljana, Slowenien), † 12. September 1876 Graz, Dichter.

Verbrachte seine Kindheit auf dem Familienstammschloß in Krain, besuchte dann das Theresianum und studierte Jus an der Universität Graz. In Wien und Graz knüpfte er Kontakte mit den literarischen Zirkeln (Freundschaft mit Lenau, Beeinflussung durch den Schwäbischen Dichterkreis um Uhland). Schrieb Gedichte (Blätter der Liebe, 1830; Der letzte Ritter, 1830; Spaziergänge eines Wiener Poeten, 1831), Romane und Novellen.

Wandte sich in seinen Werken gegen die geistige Bevormundung und Verdummung der Massen, betonte die Gegensätzlichkeit von Vergangenem und Gegenwärtigkeit (Gedichtzyklus „Schutt", 1835) und beeindruckte durch seine politische Lyrik. Bekannt wurde sein ländliches Gedicht „Der Pfaff vom Kahlenberg" (1850); unter dem Titel „Volkslieder aus Krain" gab er 1850 Nachdichtungen slowenischer Volkslieder heraus.

Ehrenbürger der Stadt Wien (8. April 1864), Mitglied des Herrenhauses (1861-1876). Gedenktafel (8, Schlesingerplatz 4; 1950): Grün schloß hier mit France Prešeren Freundschaft. Anastasius-Grün-Gasse, Gründenkmal.

Literatur

  • Adalbert Schmidt: Dichtung und Dichter Österreichs im 19. und 20. Jahrhundert. Band 1. Salzburg: Bergland-Buch 1964, S. 98 ff.
  • Hanns Jäger-Sunstenau: Die Ehrenbürger und Bürger ehrenhalber der Stadt Wien. Wien: Deuticke 1992 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 23)
  • Peter Ernst: Wiener Literaturgedenkstätten. Hg. von Felix Czeike. Wien: J & V-Edition Wien-Verlag 1990
  • Peter Ernst: Wiener Literaturgedenkstätten. Band 9. Hg. von Felix Czeike. Wien: J & V-Edition Wien-Verlag 1974, S. 2