Am Gestade 3

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Am Gestade 3-7; Tiefer Graben 34, um 1940
Art des Bauwerks Gebäude
Jahr von 1712
Jahr bis
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt
Prominente Bewohner
Quelle Paul Harrer: Wien, seine Häuser
Letzte Änderung am  3.06.2017 durch DYN\krabina
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Bildname Am-Gestade3-7.jpg
Bildunterschrift  Am Gestade 3-7; Tiefer Graben 34, um 1940
Bildquelle WStLA, Fotosammlung Stadtplanung, Reiffenstein
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
BezirkStraßeHausnummer
1Am Gestade3

frühere Adressierung

Derzeit wurden noch keine frühere Adressen zu diesem Bauwerk erfasst!

Konskriptions-bezirkKonskriptions-nummerJahr vonJahr bis
Innere Stadt40117701795
Innere Stadt22817951821
Innere Stadt22118211862
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

1, Am Gestade 3, (Konskriptionsnummer 221).

Zu Beginn des 15. Jahrhunderts werden in einem verloren gegangenen Kaufbuch D, folio 136 die ersten Besitzer des Hauses genannt. Von 1416-1417 wurde das Gebäude der ewigen Messe auf dem St. Antoni Altar in der "Unserer lieben Frau Kapelle", Pfarrkirche auf der Gestetten geweiht, worauf es dem Kaplan der Messe Andre von Monswerth eingeantwortet wurde.

Während dieser Zeit kam es in solche "Abödung", dass nicht nur allein die Herren Benefizianten daraus keinen Nutzen mehr schöpften, sondern auch die bürgerliche "onem" nicht mehr bezahlt werden konnte. Deswegen überließ die niederösterreichische Regierung aufgrund der von den Klösterräten am 16. September 1712 erstatteten Reaktion das "Häußl" käuflich dem bürgerlichen Marmorierer Balthasar Hagenmüller (Haggenmüller) und dessen Frau Katharina, welche versprachen, das Haus von Grund auf neu zu erbauen, ohne das hierbei dem Nachbarn (Haus Stadt 220) ein Schaden erwachsen sollte. Das Gebäude blieb bis 1805 im Besitz der Hagenmüllers.

Mit Kaufvertrag vom 21. Oktober 1918 erwarb die Krankenkasse der Gremialangehörigen Handlungsgehilfen in Wien das Haus. Mehrfach wurde die Krankenkasse einer Namensänderung unterworfen: So hieß sie 1929 Versicherungkasse für kaufmännische Angestellte in Wien, 1935 Krankenkasse für kaufmännische Angestellte in Wien, 1936 Angestellten Krankenkasse für Handel, Verkehr und öffentlichen Dienst in Wien, 1939 Allgemeine Ortskrankenkasse in Wien und seit 1948 Wiener Gebietskrankenkasse für Arbeiter und Angestellte.

1., Am Gestade 1-7, um 1940
1., Am Gestade 1-3, um 1940


Kriegsschäden

1945 erlitt das Haus empfindliche Kriegsschäden, indem am 12. März eine schräg einfallende Bombe die linke Haushälfte in den drei unteren Geschoßen in Zimmerbreite aufriss.


Gewerbe und Firmen innerhalb des Hauses im Laufe der Jahre


Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 4. Teil. Wien ²1953 (Manuskript im WStLA), S. 756-757