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Am Gestade

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Wohnhäuser Am Gestade (1974)
Art des Objekts Verkehrsfläche
Jahr von 1314
Jahr bis
Name seit 1862
Andere Bezeichnung
Frühere Bezeichnung An der Gstetten
Benannt nach
Bezirk 1
Lage
Verkehr
Prominente Bewohner
Besondere Bauwerke
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
Letzte Änderung am  25.07.2017 durch WIEN1\lanm08jan
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
Bildname Amgestade.jpg
Bildunterschrift  Wohnhäuser Am Gestade (1974)
Bildquelle WStLA, , Fotos des Presse- und Informationsdienstes, FC1: 74130
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0
Kartenausschnitt aus Wien Kulturgut

Am Gestade (1), benannt (1862) nach der mundartlichen Bezeichnung Gstetten; Stiegenanlage vom Concordiaplatz zur Kirche Maria am Gestade (Kirche Unserer lieben Frau auf der Gstetten [auch Stetten; lateinisch ad litorem], die hart am Rand des Steilabfalls der (geologischen) Stadtterrasse zum südlichsten Donauarm (heute Salzgries) beziehungsweise Ottakringer (später Alser) Bach (heute Tiefer Graben) steht.

Seit 1314 ist eine Stiege belegt, entlang derselben entstand eine Gasse (1360 Bei unserer Frau auf der Stetten [für den oberen Teil; seit 1902 teilweise Passauer Platz ] beziehungsweise 1378 "An Unser Frauen Stiegen" [für den mittleren Teil] und 1340 "Beim Werdertor" [für den unteren Teil]. 1473-1499 auch "An der Fischerstiege" [nicht mit dem heutigen Straßenzug identisch], danach zahlreiche wechselnde Namen, noch 1848 "An der Gstetten").

Am Gestade 3, 5, 7, 8, Ecke vom Tiefen Graben, um 1900

Am Fuß der heutigen Stiegenanlage befindet sich der Hannakenbrunnen, stadtseitig (Nummer 3, 5, 7) haben sich mittelalterliche-frühneuzeitliche Häuser erhalten. Das älteste Haus (Nummer 3) wird urkundlich bereits 1381 genannt; im Hof von Nummer 5 (Sitz des am 5. Juni 1974 begründet Polnische Instituts) hat sich ein Teil der babenberger Ringmauer erhalten.

Pfarrzugehörigkeit bis 1938

Bis 1938 lag die Standesführung in Österreich in den Händen der konfessionellen Behörden. Die Geburts-, Ehe-, und Sterbematriken von katholischen Bewohnerinnen und Bewohnern wurden von der zuständigen Pfarre geführt.

Literatur

  • Felix Czeike: I. Innere Stadt. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1983 (Wiener Bezirkskulturführer, 1), S. 2 f.
  • Felix Czeike: Wien. Kunst und Kultur-Lexikon. Stadtführer und Handbuch. München: Süddeutscher Verlag 1976, S. 27
  • Rudolf Geyer: Handbuch der Wiener Matriken. Ein Hilfswerk für Matrikenführer und Familienforscher. Wien: Verlag des Österreichischen Instituts für Genealogie, Familienrecht und Wappenkunde, 1929
  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 2, 4. Teil. Wien ²1953 (Manuskript im WStLA), S. 752-788
  • Richard Perger: Straßen, Türme und Basteien. Das Straßennetz der Wiener City in seiner Entwicklung und seinen Namen. Wien: Deuticke 1991 (Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte, 22)