Alois Blumauer

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Alois Blumauer (1755-1798), Schriftsteller, um 1786
Personenname Blumauer, Alois
Abweichende Namensform Auer, Alois, Blumauer, Aloys
Titel
Geschlecht männlich
GND 118511963
Geburtsdatum 21.12.1755
Geburtsort Steyr, Oberösterreich
Sterbedatum 16.03.1798
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Schriftsteller
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche Blumauergasse
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage, Gedenktage-GW
Letzte Änderung am  7.03.2018 durch DYN\krabina
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Bildname HMW 055577 00008.jpg
Bildunterschrift  Alois Blumauer (1755-1798), Schriftsteller, um 1786
Bildquelle Wien Museum, Inv.Nr. 55577/8, Grafik: Hieronymus Löschenkohl
Bildrechte CC BY-NC-ND 4.0

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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Sterbeadresse1Kärntner Straße21

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Alois Blumauer (Pseudonym Auer), * 21. Dezember 1755 Steyr, Oberösterreich, † 16. März 1798 Stadt 1002 ("Beim eisernen Mann"; 1, Kärntner Straße 21), Schriftsteller, Buchhändler.


Biographie

Alois Blumauer trat nach der Matura 1772 in den Jesuitenorden ein, kehrte jedoch nach dessen Auflösung (1773) in den weltlichen Stand zurück, kam nach Wien und fand hier Anschluß an Kreise, welche die Reformen Josephs II. publizistisch unterstützten. Blumauer erhielt eine Stelle als Zensor im Bücherrevisionsamt und übernahm 1793 die Gräffersche Buchhandlung. 1781-1794 gab er den "Wiener Musenalmanach" heraus (gemeinsam mit Franz von Ratschky). Er zählte zu den charakteristischen Gestalten der Wiener Aufklärung. Am 24. Mai 1782 wurde er in die Freimaurerloge "Wahre Eintracht" aufgenommen und am 18. Oktober zum Meister erhoben. 1785 gab er das "Journal für Freimaurer" heraus. Blumauers schriftstellerische Tätigkeit war äußerst vielseitig (Lyrik, Liebes- und Trinklieder, Ritterstücke), Blumauer war aber auch Polemiker, Satiriker, Parodist und Journalist; bekannt geblieben ist er besonders durch sein fragmentarisches Werk "Die travestierte Aeneis" Vergils. Die wertvollste Arbeit, die Blumauer geleistet hat, sind die von ihm als Buchhändler regelmäßig herausgegebenen Bücherverzeichnisse, die man als Meisterwerke der Bibliographie bezeichnen kann. Seine "Sämtliche Werke" (acht Bände) erschienen nach seinem Tod (1803). Siehe auch Blumauergasse.

Literatur

  • Hans Giebisch / Gustav Gugitz: Bio-Bibliographisches Literaturlexikon Österreichs von den Anfängen bis zur Gegenwart. Wien: Hollinek 1963
  • Murray G. Hall / Gerhard Renner: Handbuch der Nachlässe und Sammlungen österreichischer Autoren. Wien [ u.a.]: Böhlau 1992 (Literatur in der Geschichte, Geschichte in der Literatur, 23)
  • Gero von Wilpert [Hg.]: Lexikon der Weltliteratur. 2 Bände. 2., erweiterte Auflage. Stuttgart: A. Kröner 1975-1980
  • Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich. Enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche 1750 bis 1850 im Kaiserstaate und in seinen Kronländern gelebt haben. Band 1: A - Blumenthal. Wien: Verlag der typografisch-literarisch-artistischen Anstalt 1856
  • Die Leopoldstadt. Ein Heimatbuch. Wien: Lehrer-Arbeitsgemeinschaft 1937, S. 255
  • Archivalien aus acht Jahrhunderten. Ausstellung des Archivs der Stadt Wien. Dez. 1964 - Febr. 1965. Wien: Eigenverlag der Museen der Stadt Wien 1965 (Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien, 15), S. 77
  • Peter Ernst: Wiener Literaturgedenkstätten. Hg. von Felix Czeike. Wien: J & V-Edition Wien-Verlag 1990
  • Erwin Heinzel: Lexikon der Kulturgeschichte in Literatur, Kunst und Musik. Mit Bibliographie und Ikonographie. Wien: Hollinek 1962
  • Amtsblatt der Stadt Wien. Wien: Stadt Wien - Presse- und Informationsdienst, 24.12.1955