Alice Friedmann

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Personenname Friedmann, Alice
Abweichende Namensform
Titel Dr.
Geschlecht weiblich
GND 127631844
Geburtsdatum 17.03.1897
Geburtsort Wien
Sterbedatum Juni 1980
Sterbeort New York City
Begräbnisdatum
Friedhof
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Individualpsychologin, Psychotherapeutin
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Gedenktage
Letzte Änderung am  28.11.2017 durch WIEN1\lanm09egg
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Alice Friedmann, *17.1897 in Wien, † Juni 1980 in New York City, Individualpsychologin, Psychotherapeutin.

Biographie

Alice Friedmann studierte nach ihrer Matura im Jahr 1912 an der Universität Wien Zoologie und promovierte 1922. In der Zwischenkriegszeit arbeitete sie als Individualpsychologin in Wien. Besonders interessierte sie sich für Erziehungsfragen. Gemeinsam mit Alfred Adler leitete sie eine individualpsychologische Schülerhilfe im 4. Bezirk. 1924 eröffnete sie zusammen mit Stefanie Horovitz ein Heim für schwererziehbare Kinder und Jugendliche, die nach der individualpsychologischen Behandlung wieder in ihre Familie, die ebenfalls in Erziehungsfragen beraten worden war, zurückkehren durften. 1929 war Alice Friedmann an der Gründung eines Fortbildungskurses für Erzieher mit Schwerpunkt auf Schwererziehbarkeit beteiligt, den sie bis 1937 weiterführte. 1932 eröffnete sie einen Kindergarten und einen Nachmittagshort. In den 1930ern veranstaltete sie außerdem individualpsychologische Kinderlager ("Ferienheime").

Außerdem engagierte sie sich im "Verein arbeitender Frauen" und in der "Wiener pädagogischen Arbeitsgemeinschaft". An den Volkshochschulen Ottakring und Urania hielt sie Vorträge und nahm an Diskussionen teil. Obwohl selbst keine Ärztin, wurde sie Mitglied in der "Arbeitsgemeinschaft individualpsychologischer Ärzte", in der vor allem über medizinisch-psychologische Themen diskutiert wurde.

1938 war sie aufgrund des nationalsozialistischen Rassenwahns zur Emigration gezwungen. Über England, wo sie als Psychologin arbeitete, gelangte sie 1939 nach New York. Hier änderte sie die Schreibweise ihres Namens in "Friedman" und erwarb bereits 1940 die amerikanische Staatsbürgerschaft. Ab 1942 arbeitete sie als Psychologin in einem Kinderheim und war gleichzeitig mit dem Aufbau einer eigenen Praxis beschäftigt. Außerdem war sie an mehreren Krankenanstalten im klinischen Bereich tätig und publizierte Artikel, die auch in österreichischen Fachzeitschriften erschienen. 1969 wurde Alice Friedman "Principle Psychologist" im Staat New Jersey. Sie starb im Juni 1980 in New York.

Literatur

  • Ilse Korotin (Hg.): biografiA. Lexikon österreichischer Frauen. Band 1. Wien: Böhlau Verlag Wien Köln Weimar 2016, S. 919-920.
  • Clara Kenner: Der zerrissene Himmel. Emigration und Exil der Wiener Individualpsychologie. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2007, S. 111-113
  • Brigitta Keintzel/Ilse Korotin (Hg.): Wissenschaftlerinnen in und aus Österreich. Leben−Werk−Wirken. Wien: Böhlau Verlag Wien Köln Weimar 2002, S. 205-208
  • University Women's International Networks Database: Alice Friedmann (Friedman) [Stand 09.11.2017]