Alexander Rothaug

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Personenname Rothaug, Alexander
Abweichende Namensform
Titel
Geschlecht männlich
GND 128485035
Geburtsdatum 13.03.1870
Geburtsort Wien
Sterbedatum 05.03.1946
Sterbeort Wien
Begräbnisdatum 11.03.1946
Friedhof Grinzinger Friedhof, Grab 15-1-2
Grabstelle
Ehrengrab
Beruf Maler, Bühnendekorationsmaler, Illustrator, Radierer
Parteizugehörigkeit
Religionszugehörigkeit 
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Verkehrsfläche
Denkmal
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
Letzte Änderung am  30.10.2017 durch WIEN1\lanm09egg
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Art der AdresseBezirkStraßeHausnummer
Sterbeadresse13Dornbacher Straße20-26
NameVerwandtschaftsgrad
Leopold RothaugBruder
Ottilie LauterkornGattin

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Rothaug Alexander, * 13. März 1870 Wien, † 5. März 1946 Wien 13, Dornbacher Straße 20-26 (Krankenanstalt Göttlicher Heiland; Grinzinger Friedhof, Grab 15-1-2 [Grabwidmung auf Friedhofsdauer]), Maler, Bühnendekorationsmaler, Illustrator, Radierer, Bruder Leopold Rothaug, Gattin Ottilie Lauterkorn († 21. November 1932 [Folge von Wachsverbrennungen]).

Studierte 1885-1892 an der Akademie der bildenden Künste (bei August Eisenmenger, Christian Griepenkerl, Leopold Carl Müller und Franz Rumpler), anschließend in München (Naturstudien), wo er erstmals öffentlich ausstellte und für die "Fliegenden Blätter" als Illustrator tätig war. Nach Studienreisen (Dalmatien, Italien, Spanien) kehrte er nach Wien zurück (1910 Ausstellung im Künstlerhaus, ab 6. Mai dessen Mitglied).

Rothaugs Malerei war in den Jugendjahren monumental (obwohl oft von graphischen Elementen durchsetzt); Bühnenvorhänge in Frankfurt/Main, Wien, Nürnberg und Graz (seit 1938 in Depot verschollen, 1984 [knapp vor Abschluss der Generalsanierung] wiederentdeckt und wieder angebracht). Rothaugs meist übergroße Ölbilder sind vom Pathos Stucks beeinflusst. Er begeisterte sich für Stoffe der Mythologie (Nessus; Dido auf dem Scheiterhaufen; Odysseus oder die Sehnsucht nach Heimat [alle Österreichische Galerie]; Psyche und Pan [Museum Görlitz]; Triptychon Bacchus und sein Gefolge). Als in Rothaugs Spätstil die dekorativen Elemente zurücktraten und die Farbenwucht schärferer Psychologisierung wich, schrumpften die Formate, wurden die Farbwerte reduziert und die Flächen subtiler aufgeteilt; die romantische Naturdarstellung (sogar die Idylle) beherrschte sein Schaffen. Rothaug hinterließ auch ein umfangreiches grafisches Werk (darunter Buchillustrationen, beispielsweise "Quo vadis", "Die letzten Tage von Pompeji" und "Der goldene Esel"). Als Gebrauchsgraphiker gestaltete Rothaug Briefmarken.

Literatur

  • Ludwig Eisenberg: Das geistige Wien. Künstler- und Schriftsteller-Lexikon, Mittheilungen über Wiener Architekten, Bildhauer, Bühnenkünstler, Graphiker, Journalisten, Maler, Musiker und Schriftsteller. Band 1/5. Wien: Daberkow 1892 ff.
  • Das Jahrbuch der Wiener Gesellschaft. Biographische Beiträge zur Wiener Zeitgeschichte. Hg. von Franz Planer. Wien: F. Planer 1929
  • Hermann Clemens Kosel: Deutsch-österreichisches Künstler- und Schriftsteller-Lexikon. Band 1: Biographien der Wiener Künstler und Schriftsteller. Wien: Verlag der Gesellschaft für Graphische Industrie 1902
  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815–1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954-lfd.
  • Ulrich Thieme / Felix Becker [Hg.]: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bände. Leipzig: Engelmann 1907-1950
  • Heinrich Fuchs: Die österreichischen Maler des 19. Jahrhunderts. Wien: Selbstverlag 1972-1979
  • Gerbert Frodl: Kunst in Wien um 1900, die andere Seite. Ausstellung in Schloß Halbturn, 22. Mai - 26. Oktober 1987. Eisenstadt: Amt d. Bgld. Landesregierung 1987
  • Artur Roeßler: Ein deutscher Kunstmeister. Rede auf Alexander Rothaug. In: Der getreue Eckart 12 (1934) (Arthur Roessler: Kleine Rede auf den Maler Alexander Rothaug)
  • Emerich Schaffran: Kunstlexikon. Wien [u.a.]: Humboldt 1950 (Sammlung Die Universität, 15)
  • Die Presse, 15.03.1985 (Kunst in der Pause)
  • Wiener Zeitung, 30.03.1946
  • Künstlerhausarchiv